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Taucha Kunst statt Karriere: Christina Nielsen-Marsh zeigt "Landscapes- Landschaften"
Region Taucha Kunst statt Karriere: Christina Nielsen-Marsh zeigt "Landscapes- Landschaften"
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17:24 14.06.2010
Weltenbummler landet bei der Kunst: Christina Nielsen-Marsh zeigt „Landscapes - Landschaften“. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Die Bilder ihrer ersten Ausstellung mit dem Titel „Landscapes – Landschaften“ sind seit Sonntag im Café esprit in Taucha zu sehen.

Tobias Meier vom Kunst- und Kulturverein Taucha entlockte der eher zurückhaltenen Nielsen-Marsh beim Galeriegespräch zur Vernissage einiges Privates. So wuchs die Waliserin eigentlich in Deutschland auf, in der Nähe von Mönchengladbach. Zurück in England studierte sie zunächst Chemie, machte in Oxford sogar ihren Doktor, kam zur Archäologie, die sie seit ihrer Kindheit geliebt hatte. 13 Jahre lang führte sie die Arbeit zu allen möglichen Plätzen in der Welt - ein paar davon sind in der Tauchaer Ausstellung auch zu sehen.

Sie habe die Bilder aber erst nachher gemalt, sagte Nielsen-Marsh, die über die Arbeit beim Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie 2004 nach Leipzig kam. Hier reifte ihr Entschluss, der Wissenschaft vorerst den Rücken zu kehren. „Leipzig ist eine tolle Stadt, auch zum Kunst machen“, erzählte sie. Sie habe sich in die Stadt verliebt, wenngleich sie von ihrer Kunst noch nicht leben könne. Sie habe ein Atelier in der Nikolaistraße, gebe nebenbei noch Englisch-Unterricht und arbeite als Chefredakteurin der englischen Zeitschrift „Leipzig-Zeitgeist“.

Über Carolin Okon, die schon in Taucha Elvis-Bilder zeigte und ebenfalls in der Nikolaistraße ihr Atelier hat, kam Nielsen-Marsh nach Taucha, wo ihre Bilder die nächsten sechs bis acht Wochen zu sehen sein werden.

Ihre Landschaften leben von klaren Farben, meist mit deutlichen Konturen, mit deutlichem Licht und Schatten. Die Bilder zeigen Zypern, Neuseeland, Wales und Mexico – „ich war an all diesen Orten“, erzählte sie. Die Landschaften sind pures Öl auf Leinwand, ohne jedes lebendes Beiwerk, kein Mensch, kein Tier verirrt sich in ihre Bilder, nur die zur Landschaft passende Architektur verewigt sie. Das wirkt direkt, fast schon plakativ.

Am 12. Juli eröffnet die Waliserin parallel ihre zweite Ausstellung in den Brühl-Arkaden in Leipzig. Dort gebe es mehr Werke mit dunklen Farben, erzählte sie. Jörg ter Vehn

Jörg ter Vehn

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