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Kunst von Herzen

Kunst von Herzen

Ein junges Mädchen mit starrem Blick aus stahlgrauen Augen trägt ein Kleid aus dunklen Wolken. Im Hintergrund zeigt sich der Himmel dramatisch in verwaschenem Grau – wie kurz vor einem Gewittersturm.

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Auch dieses surrealistisch anmutende Bild gehört zu den im Café Esprit jetzt neu ausgestellten Werken von Claudia Müller.

Quelle: Tina Soltysiak

Taucha. Himmel und Wolken sind zentrale Motive der Bilder von Claudia Müller. „Wenn ich Lust zum Malen, aber keine richtige Idee habe, dann beginne ich mit dem Himmel und daraus entsteht wie von allein ein Gemälde“, sagt die Künstlerin. Ihre nunmehr dritte Ausstellung ist derzeit im Tauchaer Café Esprit zu sehen. Noch bis Mitte Januar können Interessierte die vielseitigen Werke im Rahmen der Öffnungszeiten anschauen und auf sich wirken lassen. Die Bilder tragen bewusst keine Titel: „Ich möchte dem Betrachter den Freiraum lassen, ins Träumen und zum Nachdenken zu kommen“, sagt die 46-Jährige. Nicht zuletzt deshalb trägt die Schau den Namen „Traumwelten“. Die 26 Arbeiten, die auch gekauft werden können, sind dem surrealen beziehungsweise Fantasy-Bereich zuzuordnen.

Müller, die als Arzthelferin in Taucha arbeitet, fertigt nie Skizzen an. Sie ist Autodidaktin. „Nach der Wende habe ich Keilrahmen im Baumarkt gesehen, war begeistert, hatte aber großen Respekt vor Ölfarben“, sagt die gebürtige Zeitzerin. 2003 habe sie sich dann ein Herz gefasst und sich ein Set gekauft. Seitdem ist sie fasziniert von der „cremigen Konsistenz der Farben“, erklärt sie. Ihren Malstil bezeichnet sie als „sehr weich und rund“, sie arbeite mit „sanfter und gleichmäßiger Technik“. Als Vorbilder nennt sie Frida Kahlo und Hieronymus Bosch. Zudem schaue sie sich zahlreiche Bilder im Internet an und lasse sich davon inspirieren.

„Malen ist ideal, um den Alltag um mich herum zu vergessen, es ist ein bisschen wie Meditation“, sagt die Künstlerin aus Liemehna. Neben der Größe des Keilrahmens bestimme die Maltechnik die Dauer, bis ein Werk fertiggestellt ist. „Teilweise wende ich die Lasurtechnik an, dann zieht sich die Schaffensphase hin“, erklärt die Malerin. Denn dabei muss immer erst eine Farbschicht trocknen, bevor die nächste aufgetragen werden kann. Ihr Gesamtwerk umfasst insgesamt zirka 150 Bilder, darunter sind auch zahlreiche Bleistiftzeichnungen.

Die aktuelle Ausstellung der Ölgemälde schließt sich nahtlos an die vorhergehende an. „Mir persönlich gefallen die Bilder sehr gut“, sagt Café-Besitzer Jürgen Rüstau. Auch seine Gäste hätten sich bisher durchweg positiv dazu geäußert. „Es ist noch genügend Material für weitere Schauen vorhanden“, erklärt Müller abschließend. Tina Soltysiak

@www.vivalavida.deviantart.com / bei www.facebook.de: Claudia Müller - Art from the Heart

Tina Soltysiak

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