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Taucha Landratsamt bietet Hilfe bei der Suche nach Azubis und Fachkräften an
Region Taucha Landratsamt bietet Hilfe bei der Suche nach Azubis und Fachkräften an
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19:01 26.09.2018
Noweda-Mitarbeiterin Andrea Spieker stellt den am Handgelenk getragenen Scanner vor, der bei der Kommissionierung helfen soll, wie Roland Fliß (rechts vorn) bei einer Führung durch das Unternehmen erklärt. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Das Thema „Arbeitskräftegewinnung“ stand im Mittelpunkt des dritten Tages der Wirtschaft in Taucha. Die Stadtverwaltung hatte dieses Mal in die Räume des Pharmagroßhändlers Noweda eingeladen und 65 Unternehmer kamen. Führungen und Fachvorträge gehörten am Dienstagabend zum Programm.

Eine der ersten größeren Ansiedlungen

Das apothekereigene Unternehmen Noweda war nach der Wende eine der ersten größeren Ansiedlungen in Taucha und ist bis heute mit rund 240 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Par­thestadt. Mit einem Jahresumsatz von rund einer halben Milliarde Euro spielt die Tauchaer Niederlassung im Essener Gesamtunternehmen eine wichtige Rolle. Darüber und über vieles mehr berichtete Roland Fliß zur Begrüßung der Gäste. Der 38-Jährige ist seit neun Jahren im Unternehmen und leitet den Vertrieb. Er übernahm auch selbst eine der vier Gruppen, die von Noweda-Mitarbeitern durch das Unternehmen geführt wurden.

Kontakte pflegen und Netzwerke knüpfen

„Ich fand schon den letzten Wirtschaftstag interessant und bin auch diesmal nicht enttäuscht worden. Heute wollte ich mal Noweda und die branchenüblichen Herausforderungen kennenlernen. Mich überraschen doch die vielen strengen gesetzlichen Vorgaben und Sicherheitsmaßnahmen, die es hier einzuhalten gilt. Das sind große logistische und personelle Herausforderungen“, sagte die selbstständige Unternehmensberaterin Silke Heuwerth (53). Auch Geschäftsführer Jens Froherz von der Tauchaer Fromos GmbH gibt zu, auf Noweda neugierig gewesen zu sein. „Ich habe hier eine sehr beeindruckende Infrastruktur gesehen und einen positiven Eindruck vom Unternehmen gewonnen. Aber generell ist dieser Wirtschaftstag eine gute Gelegenheit, mit Leuten aus der Tauchaer Wirtschaft ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu pflegen und Netzwerke zu knüpfen“, erklärte der 53-Jährige.

Hilfe im Behördendschungel

In den Fachvorträgen zum Thema „Arbeitskräftegewinnung“ bot Uta Schladitz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Nordsachsen den Unternehmern jede erdenkliche Hilfe an. „Wir sind verantwortlich für die Fachkräftegewinnung. Sie haben in uns einen Partner, wie helfen Ihnen zum Beispiel, im Behördendschungel klarzukommen“, ermutigte Schladitz die Unternehmer, sich bei Problemen an die WFG zu wenden. Schladitz berichtet von verschiedenen Formaten wie etwa Berufsmessen oder Praktikumsbörsen, bei denen Unternehmen die Möglichkeit haben, Jugendliche für eine Ausbildung zu begeistern oder Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen.

In einem weiteren Vortrag stellte Helmut Brenner vom Landratsamt Nordsachsen das Arbeitsmarkt-Mentoren-Programm vor (AMM). Die damit beschäftigten Mitarbeiter vermitteln Erwerbstätige oder Auszubildende mit Migrationshintergrund in die entsprechenden Unternehmen und Einrichtungen. Und sie helfen gleichfalls Unternehmen, geeignete Bewerber zu finden und diese in das Unternehmen zu integrieren.

Von Olaf Barth

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