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Landwirtschaftsbetrieb verlegt Wiesenweg bei Seegeritz

Landwirtschaftsbetrieb verlegt Wiesenweg bei Seegeritz

Weil es wegen eines überackerten, viel genutzten Weges bei Seegeritz Beschwerden und verärgerte Anrufe gegeben hat, bat gestern die Saat-Gut Plaußig Voges KG zu einem Vor-Ort-Termin.

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Cordula Schwarze (links) und Anna Catharina Voges erklären anhand eines Luftbildes, wie der Wegeverlauf bei Seegeritz entlang der neu gepflanzten Hecken und Bäume wird.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Denn der seit Jahrzehnten von Wanderern und Radfahrern genutzte Verbindungsweg Richtung Plaußig ist verlegt worden. Führte er bisher neben der Baum- und Heckenbepflanzung über privates Wiesengelände, so sollen die Nutzer nun einen Streifen auf der anderen Seite des Grüngürtels gleich neben dem Feld nutzen. Ein Hinweis darauf fehlt allerdings. Extra angelegt wurde der Weg auch nicht, er soll sich wie der alte durch die ständige Nutzung selbst herausbilden. Da dies aber nicht klar erkennbar ist, streiften auch gestern wieder Fußgänger und Radfahrer neben dem alten, jetzt umgeackerten Weg über die Wiese.

"Ja, das stimmt, wir hätten im Vorfeld die Öffentlichkeit informieren können, was wir hier vorhaben", nimmt sich Geschäftsführerin Anna Catharina Voges der entsprechenden Kritik an. Beim Abschreiten des nun gültigen "Weges" am Feldesrand versicherte sie zudem, dass künftig beim Bewirtschaften des Feldes besser aufgepasst wird, den Weg in seiner Breite zu erhalten. Momentan ist er stellenweise bereits recht schmal.

Wenig begeistert über die Verlegung des Weges ist die Tauchaer Stadtverwaltung. Für sie nahm gestern Bauhofchef Marco Haferburg an dem Termin teil. "Das muss alles noch mal geprüft werden, denn seit 1992 ist der Weg, so wie er war, offiziell gewidmet und beschildert. Wir wurden jetzt einfach vor vollendete Tatsachen gestellt und vorher nicht darüber informiert", geht er auf Distanz zum Vorgehen der Voges KG. Privateigentümer hätten damals ja Widerspruch einlegen können.

Die Landwirtin sieht das anders. Über das seit 2011 laufende Vorhaben samt Verlegung des Weges sei die Verwaltung informiert gewesen. Außerdem hätte man auch 1992 schon auf das private Wiesengelände Rücksicht nehmen und den Weg entsprechend des realen Grundstücksverlaufs auf der anderen Seite des Pappelstreifens anlegen können. Offen blieb bei diesem Disput am Ende, wer wann ein Schild mit dem Hinweis aufstellt, dass der Weg jetzt eben nicht mehr über die Wiese führt. Hier besteht weiterer Gesprächsbedarf.

Unabhängig davon markiert die Wegeverlagerung den Abschluss eines Projektes des Landschaftspflegeverbandes Nordwestsachsen. Nach dem Fällen zahlreicher altersschwacher Hybrid-Pappeln wurden auf 640 Metern Länge - vom Beginn des Weges in Seegeritz bis zum Abzweig an der "Seegeritzer Pappel" - inklusive Nachpflanzungen 58 Bäume und 200 Sträucher gepflanzt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.09.2014
Olaf Barth

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