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Taucha Lange Nacht im Rittergutsmuseum soll Tradition werden
Region Taucha Lange Nacht im Rittergutsmuseum soll Tradition werden
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14:20 19.05.2015
Blumen gibt es anlässlich der Vernissage im Tauchaer Schloss für Künstlerin Margit Krause, Keramikerin Grit Krieg und die Malerin Anita Schulz (von links), deren Bilder ausgestellt sind. Quelle: Reinhard Rädler

Einem schönen Zufall war es zu verdanken, dass am Sonnabend in der Galerie des Rittergutsschlosses die Kunstausstellung "Weltenwandel" eröffnet werden konnte. Als im Januar 2013 im Café Esprit die Künstlergruppe Perlekin - eine Vereinigung von Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Genres - dort eine Ausstellung eröffnete, waren auch die Künstlerin Margit Krause und die Malerin Anita Schulz dabei. Hier erfuhren sie, dass auch der Förderverein des Rittergutsschlosses Kunstausstellungen organisiert und stießen mit einer Anfrage beim Vereinsvorsitzenden Jürgen Ullrich schnell auf offene Ohren, ein Termin war alsbald gefunden.

Bis Anfang Juni sind im Haugwitz-winkel nun Aquarelle, Ölbilder und Mischtechniken der Markranstädter Malerin Anita Schulz, aber auch künstlerische Keramiken der Leipzigerin Grit Krieg zu sehen. Wie damals im Esprit begleitete Margit Krause die Vernissage mit einer Lesung aus ihrem Band "Regenbogenfahrt" sowie mit Trommelspiel und gesanglicher Interpretation ihrer eigenen Lyrik.

Die Bilder von Anita Schulz lassen viel Freiraum für Interpretationen zu. Auf bestimmte Themen hat sie sich nach eigenen Worten auch nie festgelegt. Die Palette reicht vom "Außergalaktischen Runzelinsekt" bis hin zum Blumenmotiv. "Das bin einfach ich", sagte die 62-jährige mit dem Abschluss eines Diplomingenieurs für Maschinenbau. 1995 orientierte sie sich beruflich neu und widmete sich der Malerei.

Keramiken aus der eigenen Töpferwerkstatt gibt es von der gelernten Bauzeichnerin Grit Krieg seit 1993. Seither töpfert sie aus Leidenschaft und mit viel Phantasie, gibt Kurse und arbeitet mit Kindern zusammen. Gerne experimentiert die 51-Jährige mit Glas und Keramik, gibt dabei Gipsabdrücken aus der Natur, wie Getreide oder auch mal einem Seeigel, eine eigene künstlerische Note. Die Schleußigerin kannte Taucha aus ihrer Kinderzeit vom Besuch des Freibades und später dann vom Tanz in der Parkgaststätte, dem "Café Sitz".

Nach dem Besuch der Vernissage konnten die Gäste in der Kulturscheune bei einer Vorbesichtigung 70 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken der "Leipziger Schule" und anderer internationaler Künstler, wie Picasso, Marc Chagall, Wolfgang Mattheuer oder Werner Tübke in Augenschein nehmen, auf die sie am Sonntag bei der 2. Benefiz-Kunstauktion bieten konnten. Auktionator Michael Ulbricht freute sich über den regen Zuspruch am Vortag der Versteigerung.

Aus der "langen Museumsnacht" will der Schlossverein eine Tradition werden lassen. "Wir hatten im letzten Jahr 110 Besucher in Deutschlands einzigem Rittergutsmuseum", informierte Vereinschef Jürgen Ullrich. "Das ermutigt uns, weiterzumachen. Dabei wollen wir auch die Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Eilenburg ausbauen und vielleicht sogar einen Shuttle zwischen unseren Museen einrichten."

Kulturscheune, Kunstgalerie und Weinkeller auf dem Schlossareal waren ebenso zu besichtigen wie das Rittergutsmuseum und das Depot des Heimatmuseums. Fachkundige Auskünfte gab es vom Schloss-Vereinsvorsitzenden und der Mitarbeiterin des Heimatmuseums, der Museologin Ricarda Döring.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.05.2014
Reinhard Rädler

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