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Taucha Lebendige Kunst im offenen Atelier
Region Taucha Lebendige Kunst im offenen Atelier
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14:11 19.05.2015
Rüdiger und Claudia Bartels, Ralph Arnold, Claudia Müller und Anke Rüstau (von links) zeigen als Künstlergruppe "Montagsmaler" ihre Werke. Quelle: Olaf Barth

Zum Tag der sachsenweit offenen Galerien hatten Bartels Ateliers und Freiluftgalerie im Klostergarten öffentlich zugänglich gemacht.

"Ich bin überrascht und beeindruckt. Die Verbindung zwischen Garten und Kunst ist sehr gut arrangiert. Vieles spricht mich an, gerade auch das Surrealistische", sagte Horst Würker (61) aus Leipzig. Wie er staunten viele Besucher, entdeckten im Schatten der Bäume und Büsche immer wieder Neues. So wie die Sonne wanderte oder der Wind sanft mit Blättern spielte, so veränderten sich im Spiel von Licht und Schatten auch Sichten auf die Fotografien, Ölbilder, Zeichnungen oder phantasievoll bemalten Steine. Die Kunstobjekte schienen ein Eigenleben zu führen.

Neben den Bartels stellten auch die Liehmenaer Künstlerin Claudia Müller, Fotograf Ralph Arnold und Hobby-Malerin Anke Rüstau aus. Regelmäßig finden sie und andere sich als die "Montagsmaler" zusammen. "Die Ausstellung mit Werken von uns ist auch ein Experiment. Wir wollen, dass es spannend bleibt und die Besucher die Vielfalt sehen, die Kunst bietet", sagte Claudia Bartels. Sie zeigte Porträt-Malerei, unter anderem die zwölf Apostel, die zu einem drei mal fünf Meter großen Kreuz kombiniert, ausdrucksstark die Besucher gleich am Eingang begrüßten.

Sehenswert auch die Traumbilder ihres Mannes Rüdiger, der nach Schlaganfall und Rehabilitation zu einer ganz neuen Ausdrucksweise fand. "Ich fange beim Malen mit meinen Träumen an, die dann in eine ganz eigene Welt übergehen. Früher waren Porträts für mich das Größte. Jetzt betrachte ich es als großes Geschenk, dass ich durch diese Krankheit solche Bilder malen kann", erklärte der 58-Jährige.

Erst seit einem viertel Jahr bemalt Anke Rüstau Steine. In einer Art, als hätte sie nie etwas anderes getan. "Wenn ich den Stein anschaue und mitnehme, habe ich das Bild schon im Kopf, das passiert ganz spontan" , erzählte die 42-Jährige, die seit zwei Jahren auch Bilder malt und in ihrem Café Esprit schon vielen Künstlern eine Bühne bot. Wie auch Claudia Müller. Deren surrealistischen Bilder, aber auch die "tragbare Kunst" als Schmuck, zogen die Blicke der Besucher magisch an. "Kunst ist für mich mehr als ein Hobby, sie ist mein Leben", sagte die in Taucha arbeitende Arzthelferin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.06.2014
Olaf Barth

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