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Taucha Leipzigs Icefighter zieht es nach Taucha – Zelthalle soll bis Mitte September gebaut sein
Region Taucha Leipzigs Icefighter zieht es nach Taucha – Zelthalle soll bis Mitte September gebaut sein
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15:28 20.08.2012
In Taucha haben die Icefighters auf 13.000 Quadratmetern genügend Platz für ihre Zelthalle. Quelle: Jonas Juckeland
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Leipzig

 

„Eigentlich sind wir viel zu spät mit der Geschichte. Aber ich habe immer gesagt, ich will nicht mit einem Wanderzirkus durchs Land ziehen“, erklärt Andrè Krüll, Geschäftsführer des Oberligisten, am Dienstag. Zwei Jahre lang war der Verein auf der Suche nach einer Halle, nachdem ihr früheres Heim auf der Alten Messe Leipzig an das Möbelhaus Porta verkauft worden war. Das Gelände, auf dem die Interimslösung nun aufgebaut werden soll, ist laut Icefighters ein freistehendes Privatgrundstück. „Der Mietzins ist für die Größe überschaubar. Und diese Lösung ist immer noch günstiger, als wenn wir eine Halle bauen würden“, erklärt Krüll.  

Neben Taucha stand auch Borna zur Debatte. „Die Bürgermeisterin hat sich wirklich sehr bemüht“, so Krüll. Aber ausschlaggebend bei der Auswahl des Standortes sei am Ende die Verkehrsanbindung gewesen. „Wir sind sogar die verschiedenen Wege abgefahren und haben die Zeit gemessen.“  

„Für Taucha ist das natürlich eine hoch interessante Geschichte“, freute sich indes auch Bürgermeister Holger Schirmbeck. Seine Stadt verstehe sich schließlich als Sportstadt und habe in der Vergangenheit viel dafür investiert. „Für uns geht es jetzt intensiv darum, die ganzen Genehmigungsfragen zu klären. Entsprechende Anfragen beim Landratsamt und so weiter liegen bereits vor“, sagte er.

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Laut Icefighters-Chef Krüll ist die Übergangslösung auf dem Gelände in Taucha „für mindestens zwei Jahre geplant“. Gespräche für eine langfristige Bindung habe es ebenfalls schon gegeben. Allerdings wolle man nun erst einmal sehen, wie die Fans der Kufenflitzer die neue Unterbringung in Taucha annehmen. „Wir hängen sehr von den Einnahmen der Besucher ab. Deshalb versprechen wir uns natürlich, dass wir mit der Lösung nun auch Interessierte aus dem Umland gewinnen können“, erklärt Andrè Krüll.  

Die Zeit für eine Entscheidung drängte immens. Nicht nur, dass die Konkurrenz der Eisfighters bereits ins Eistraining eingestiegen ist. Auch dauert es, ehe das Zelt samt Eisfläche tatsächlich zur Verfügung steht. Mit mindestens einen Monat rechnet der Verein. „Ende der Woche beginnen wir mit dem Transport der Einzelteile, die noch in Leipzig lagern“, erklärt der Geschäftsführer. Kommende Woche soll dann der Aufbau beginnen, so dass die Mannschaft am 15. September das erste Mal in Taucha trainieren kann, ehe die Icefighters am 6. Oktober in die Saison starten. „Das wird eine Mammutaufgabe“, so Krüll. Momentan würden noch Gespräche laufen, wo die Mannschaft übergangsweise trainieren könne. Zur Debatte stehen dabei Halle und Grimma.  

"Eigentlich habe ich immer gesagt, ich habe schon alle Stadien und Möglichkeiten erlebt. Aber es kommt immer wieder was Neues hinzu“, versuchte auch Coach Manfred Wolf die Gegebenheiten mit einem Augenzwinkern zu nehmen. Er sei jetzt einfach nur froh, dass es nun endlich richtig los gehen kann. Dennoch wettert er: „Eigentlich hat Leipzig alle Vorraussetzungen. Ich frage mich: Wenn der Eissport hier nicht läuft, wo sonst? Ich hoffe, die Leute sehen, dass wir nicht weggehen. Wir bleiben!“, gibt sich Coach Wolf kämpferisch.  

Freuen dürfte ihn auch, dass der Verein drei neue Spieler verpflichten konnte. Der prominenteste Neuzugang ist zugleich ein Rückkehrer: Florian Eichelkraut schließt sich nach einem zweijährigen Intermezzo in Halle wieder den Leipzigern an. „Ich wurde drei Mal in Leipzig enttäuscht. Aber ich habe die Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren gesehen und das stimmt mich zuversichtlich“, erklärt der Stürmer seine Entscheidung für die Icefighters. Ebenfalls das Team verstärken werden die beiden Verteidiger Sebastian Alt (19) aus Rosenheim sowie Emanuel Grund (25) aus Kassel.

Anne Kunze

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