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Taucha Lichtblick für Tauchaer Museum
Region Taucha Lichtblick für Tauchaer Museum
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15:56 19.05.2015
Die Museologin Ricarda Döring kümmert sich nun als fest angestellte Mitarbeiterin 20 Stunden in der Woche um das Tauchaer Museum. Unterstützt wird sie dabei vom Heimatverein der Parthestadt. Quelle: Olaf Barth

Hier soll die 29-Jährige den großen Fundus der Einrichtung auch wieder ansprechend der Öffentlichkeit präsentieren.

"Ich bin sehr froh, dass ich die Chance erhielt, mich dieser Herausforderung zu stellen. Ich hatte ja gelesen, dass das Museum im Dornröschenschlaf liegt. Ich möchte es mit Hilfe des Heimatvereins wieder beleben", sagte die Leipzigerin. An ihrem ersten Arbeitstag am Montag hatte sie sich mit Fachbereichsleiterin Elke Müller die Standorte des Museums auf dem Schlossberg und in der Brauhausstraße angeschaut. "Das wird eine spannende und schöne Aufgabe, aus all dem der Öffentlichkeit mit einer attraktiven, informativen und modernen Ausstellung wieder etwas zugänglich zu machen. Nicht in Texttafeln, sondern Geschichte soll mit den Objekten in ihrer sinnlichen Form erlebbar werden. Darum geht es doch bei einem Museum", sieht Ricarda Döring ihrer Aufgabe mit großem Enthusiasmus entgegen. Taucha sei für sie Neuland, doch sie wolle sich nun in die Geschichte der Stadt vertiefen. Bei der Sicherheit eines unbefristeten Vertrages lohne es sich auch, in den Fundus "einzutauchen" und längerfristig etwas aufzubauen.

Mit ihrer Art hatte Döring auch die Entscheider überzeugt. "Es hatten ja alle fünf Bewerber vorgesprochen. Sie hatten eine gleichwertige Fachausbildung. Doch ihr Auftreten, ihr Wesen hatte dann den Ausschlag gegeben", begründete Müller die Wahl. Positiv sieht sie auch das Alter der Museologin: "Aufgrund des hohen Altersdurchschnitts in der Verwaltung sieht unser Personalentwicklungskonzept ja vor, freie Stellen mit jungen, ausgebildeten Fachkräften zu besetzen. Wir sind froh, dass es dank des Stadtrates im Haushalt die Möglichkeit für diese Stellenbesetzung gibt. Die gewährleistet künftig Kontinuität bei der Arbeit in unserem kleinen, aber feinen Heimatmuseum."

Auch der ehrenamtliche, erfahrene Heimatforscher Detlef Porzig, der die letzten Jahre mit Unterstützung von Cornelia Schumann die Museumsarbeit nahezu allein am Laufen gehalten hatte, ist über die Neueinstellung glücklich. "Ich bin sehr froh. Und das junge Alter der Kollegin ist für eine längerfristige Entwicklung von Vorteil, da es nicht wieder nur eine befristete Stelle ist", sagte der 69-Jährige und versprach, die neue Mitarbeiterin als Mitglied des Heimat- und des Schlossvereins mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Döring selbst will nun auch Kontakte knüpfen und Vereine, Schulen, die Bibliothek in ihre Arbeit mit einbeziehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.09.2013

Olaf Barth

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