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Taucha Lilien sollen nicht in Eis erstarren
Region Taucha Lilien sollen nicht in Eis erstarren
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14:27 19.05.2015
Michél Fritz, Ronald Korn und Heiko Thonig (von links) bringen die blauen Lilien am kleinen Schöppenteich an Land. Quelle: Reinahrd Rädler

"Wir wollen ja nicht, dass sie zu Eisblumen werden und Schaden nehmen", sagte Angler Heiko Thonig schmunzelnd. Deshalb begaben sich dieser Tage seine Sportkameraden Michél Fritz und Ronald Korn auf den Teich und "pflückten" die großen Blütenkelche. Erst im Frühjahr wollen die Anglerfreunde dann erneut "in See stechen" und das Kunstwerk wiederum im Teich verankern.

Diese im Wind schwankenden und bei Regen sich mit Wasser füllenden sowie dann zur Entleerung neigenden Blütenkelche gehören zu jenen Objekten, die 2008 im Rahmen eines Skulpturensymposiums in Taucha entstanden. Die dabei geschaffenen Werke waren eingebettet in Projekte für Stadt-Land-Kunst-Aktionen entlang der Parthe von Leipzig bis Zweenfurth. Das Symposium in Taucha wiederum stand unter dem Titel "Drei französische Dimensionen" und war von der Parthestadt gemeinsam mit dem Bund Bildender Künstler Leipzig veranstaltet worden. Die Leipziger Künstlerin Franziska Möbius schuf für den kleinen Teich mit ihren "Ewig dürstend" genannten Lilien einen richtigen Hingucker, der bis heute die Blicke auf sich zieht - außer in der Winterpause. Zudem musste das Kunstwerk beziehungsweise dessen Verankerung 2010 repariert werden. In dieser Zeit waren die aus Polymer-Gewebe bestehenden Kelche von Tauchaern vermisst worden.

Übrigens, das Gefährt, mit dem die Angler jetzt auf dem Teich unterwegs waren, ist ein Unikum der Marke Eigenbau. Findige Tüftler nutzen das abgesägte Dach eines Kleintransporters, stellten es auf den Kopf und bauten für die "Seemänner" auch gleich mal Holzlatten als Sitzgelegenheiten ein. Und damit verdient sich dieses Boot das Prädikat schlicht, aber zweckmäßig. Denn für Aktionen wie diese oder für gelegentliche Arbeitseinsätze zum Aufräumen an Angelgewässern reicht es allemal.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.12.2014
Reinhard Rädler

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