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Taucha Märchen und Greifvögel beim Merkwitzer Dorffest
Region Taucha Märchen und Greifvögel beim Merkwitzer Dorffest
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16:00 14.06.2017
Falkner Andreas Zschüntzsch lässt in Merkwitz seine Greifvögel fliegen und erzählt den Besuchern von seinem nicht alltäglichen Hobby. Quelle: Fotos: Olaf Barth
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Merkwitz

Die Gebrüder Grimm hätten ihre wahre Freude gehabt, bei all den Märchenfiguren, die am Sonnabend und Sonntag den Merkwitzer Park bevölkerten. Dass man da gleich drei tapferen Schneiderlein auf einmal über den Weg lief, hätte die Autoren sicher auch nicht gestört. Da die Bewohner mit dem alljährlichen Weihnachtsspektakel schon viel Erfahrung mit der Märchenwelt haben, ließen sich viele nicht zweimal bitten und kamen entsprechend des Mottos „Märchenhaftes Merkwitz“ kostümiert zum Feiern.

„Warum soll es bei uns nur im Winter märchenhaft sein, wir können das auch im Sommer“, sagte Roland Wagner lachend. Der 66-Jährige ist der Vorsitzende der Bürgerinitiative Merkwitz, die mit ihren Partnern dieses Fest und viele andere Aktionen im Dorf mit organisiert. Zuverlässige Mitstreiter dabei sind unter anderem immer auch Reinhard Koch und Stefan Jungk. Koch kam als Hans im Glück und erzählte jedem gern auch die Geschichte dazu. „Ich hatte mir das Märchen extra noch mal durchgelesen und in Erinnerung gebracht“, sagte der 80-Jährige schmunzelnd. Jungk dagegen gehörte zu den tapferen Schneiderlein und nahm das locker. Fliegen gibt es schließlich genug für alle, meinte der 58-Jährige. Derweil amüsierten sich die Kinder auf der Hüpfburg, beim Ponyreiten oder bei einer Fahrt mit der kleinen Eisenbahn.

Zu den Höhepunkten am Sonntag gehörte die Greifvogelschau von Andreas Zschüntzsch aus Bad Düben. Der Falkner hatte einen Uhu, einen mexikanischen Wüstenbussard, einen Gerfalken sowie einen Sakerfalken mitgebracht. Er ließ die Tiere fliegen, die nach Pfiffen und Armbewegungen immer wieder zurückkamen und auf dem mit einem dicken Handschuh geschützten linken Arm des 65-Jährigen landeten. Aus einem Beutel fischte der Senior danach Kükenfleisch und verfütterte es. „Ohne Belohnung machen die nichts“, erklärte er.

„Ich war immer schon von Greifvögeln besessen, seit meiner Kindheit. Ich liebe diese faszinierenden Tiere, so wie andere eben ihren Hund oder ihr Pferd lieben“, sagte der 65-Jährige. Geduldig erklärte er die Eigenschaften der Tiere und moderierte deren Flugeinlagen. Das große Interesse der Merkwitzer habe ihn sehr gefreut, sagte er.

Von Olaf Barth

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