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Mehr als 60 Veranstaltungen im ersten Halbjahr im Café esprit

Mehr als 60 Veranstaltungen im ersten Halbjahr im Café esprit

„Uns macht Kultur eben Spaß“, sagen Anke und Hans-Jürgen Rüstau vom kleinen Café esprit in Taucha. Fürs erste Halbjahr haben sie und der Kunst- und Kulturverein Taucha (KuKuTa) daher wieder ein Programm mit viel Augen- und Ohrenfutter vorbereitet.

Taucha. „Es sind insgesamt mehr als 60 Veranstaltungen“, sagt Hans-Jürgen Rüstau, zugleich Chef des KuKuTa. „Wir wollen damit auch ein Zeichen setzen gegen die Kulturmüdigkeit.“ Viele Leipziger hätten schon das Angebot in Taucha erkannt und würden zu Veranstaltungen in die Parthestadt kommen. Besonders häufig ist das bei den „Blauen Stunden“ so, den Talkabenden des KuKuTa, bei denen Moderator Tobias Meier so manches Private seiner Gesprächspartner zu Tage fördert. Den Auftakt der Reihe gibt am Dienstag ab 20 Uhr Anke Lautenbach. Die studierte Sängerin, nebenbei diplomierte Kultur- und Musikwissenschaftlerin, ist bekannt durch zahlreiche Fernsehauftritte, war schon mit Kollegen wie Andrea Boccelli, Harald Juhnke, René Kollo, Gunter Emmerlich und Milva zu sehen. „Ich kenne sie noch aus der Zeit, wo sie noch bei der Leipziger Band ‘Robbies’ war“, schmunzelt Rüstau. Gisela Steineckert, die Texte für Musiker wie Gaby Rückert, Karussell und Veronika Fischer schrieb und selber 46 Bücher verfasste, kommt zur „Blauen Stunde“ am 16. Februar. Und am 20. März sei die Schauspielerin Helga Piur zu Gast, sagt Rüstau. „Sie war das Häppchen in einer bekannten DDR-Zahnarztserie“, erzählt er und lese aus ihrem Buch „Ein Häppchen von mir – Erinnerungen“. Sängerin Gaby Rückert schaut im April in Taucha vorbei, im Mai der Leipziger Zoochef Jörg Junhold. Er hat es nicht weit zur „Blauen Stunde“ – er wohnt in Panitzsch. Im Juni schließlich folgt Schauspiellegende Günter Grabbert, „der beste Faust aller Zeiten in Leipzig“, so Rüstau. Nachtwächterrundgänge organisiert der KuKuTa ebenfalls, der erste findet am 27. März statt. „Der Nachtwächter und Autor Henner Kotte unternehmen einen Kriminalstreifzug durch Taucha“, freut sich Rüstau. Weitere Touren rund ums Kulinarische sowie Technische seien geplant. Und die „KulTour“: Sie spürt dieses Mal am 5. Juni per Bus und Fuß den Klängen von Tauchas Dörfern und Wäldern mit allerlei musikalischen Überraschungen nach. Neben den Lesungen und Diskussionen zur Buchmesse vom 17. bis 21. März beginnt am 23. Februar zudem eine neue Literaturreihe im Café: „Bei der ‘Lesebühne unterwegs’ können Interessierte ihre Werke oder die ihres Lieblingsautoren vortragen“, sagt er. Monatlich wiederkehrende Veranstaltungen wie der offene Kulturstammtisch, der Musikerstammtisch und die offenen Vereinsabende des KuKuTa an jedem 2. Montag runden das Angebot ab. Darüber hinaus werde es auch 2010 wieder Diavorträge geben, so Rüstau: „Den ersten am 5. Februar. Mathias Dettbarn erzählt in Bild und Ton von Irland.“ „Von wegen in Taucha ist nichts los: Eigentlich gibt es an jedem Wochenende eine Veranstaltung bei uns“, erklärt Rüstau. „Wir wollen damit der Kultur eine Heimstatt geben in Taucha und auch die hiesige Szene unterstützen.“ So kommt es, dass eine Reihe auch lokaler Musikgruppen im esprit spielen. Am 22. Januar etwa sind es die Road Brothers mit ihren Anarcho-Country-Klängen. Am 29. Januar kommt das Duo „Take it Naked“ mit einem Liederprogramm, am 30. Januar sind es die Fiff’schen Gaffeesachsen mit ihren Balladen. Kabarett mit dem Tauchaer Brettel und seinem Programm „Kreisverkehr“ steht noch einmal am 31. Januar an, bevor am 12. Februar Lutz Künzel „Ä Tännschen“ solo singt und am 15. sowie am 17. Februar nochmal das Tauchaer Brettel sein Best-Of-Programm gibt. „Wegen der großen Nachfrage haben wir auch das Pink-Floyd-Programm nochmal für den 19. Februar reingenommen“, erklärt Rüstau. Ein Wilhelm-Busch-Programm gibt‘s am 27. Februar, tags drauf heißt es schließlich wieder„Swing Time“ mit Harry Künzel. Karten für alle Veranstaltungen können unter Tel. 034298 14217 reserviert werden.

Jörg ter Vehn

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