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Taucha Meier erinnert an Zwangsarbeiter in Taucha
Region Taucha Meier erinnert an Zwangsarbeiter in Taucha
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00:17 30.01.2016
Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (vorn) legen wie Mitglieder der Tauchaer Stadtratsfraktionen und Vertreter weiterer Schulen Kränze und Blumen am Tauchaer Mahnmal für die Opfer nieder. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Mit einer Schweigeminute gedachten Mittwochnachmittag rund 60 Tauchaer der Opfer des Nationalsozialismus. Am Mahnmal nahe des kleinen Schöppenteiches legten Bürgermeister Tobias Meier (FDP) für die Stadtverwaltung sowie die Vertreter aller Parteien aus dem Stadtrat ebenso Kränze und Blumen nieder wie Schüler und Lehrer aus der Grundschule Am Park, der Oberschule und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium. Auch Vertreter der Kirchen nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.

In seiner kurzen Ansprache anlässlich des bundesweiten Holocaust-Gedenktages am 27. Januar erinnerte Meier an die Verbrechen der Nationalsozialisten und an die Millionen Menschen, die ihnen zum Opfer gefallen sind. In Taucha und Umgebung hätten während der Naziherrschaft in mehr als 20 Lagern etwa 5000 Zwangsarbeiter gelebt, die in der Kriegsindustrie körperlich schwere und gesundheitsschädigende Arbeiten verrichten mussten.

Schuld an der Vernichtung der Juden und Verfolgung vieler andere Menschen hätten neben den Befehlsgebern auch jene Millionen Deutsche, die im Vorfeld an der Ausgrenzung und Entrechtung der Juden mitwirkten. „Eine Schuld der Nachlebenden gibt es nicht. Aber uns ist eine bleibende Verantwortung erwachsen, die richtigen Folgerungen zu ziehen“, sagte Meier und verwies auf den Artikel 1 des Grundgesetzes aus dem Jahr 1949: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Eine bessere Antwort auf die Verbrechen der NS-Zeit gebe es nicht.

Eindringlich mahnte Meier, gerade jetzt beim Thema Flüchtlinge das Feld nicht Hetzern und geistigen Brandstiftern zu überlassen. Er kritisierte das oft sehr ausgeprägte Schwarz-Weiß-Denken und das Reden in Parolen. „Die Wahrheit ist aber differenzierter. Wir müssen ehrlich, offen und unaufgeregt miteinander reden. Wir begrüßen die schutzsuchenden Menschen mit Offenheit und Respekt. Wir stehen für Demokratie und Menschlichkeit. Für Intoleranz und Rassismus ist in Taucha kein Platz“, sagte Meier und lobte die große Hilfsbereitschaft in der Stadt.

Von Olaf Barth

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