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Meisterlicher Dank für großes Engagement

Meisterlicher Dank für großes Engagement

Präsentkörbe, Blumen, hohe Gäste, viele Reden und immer wieder ein dickes Dankeschön: Mit besten Glückwünschen feierten die Freiwilligen Feuerwehren von Taucha und Merkwitz am Samstagabend in einer Festsitzung ihre Geburtstage.

Taucha. Bis ins Detail hatte die neue junge Wehrleitung ihr Fest vorbereitet. So stand es auf der Anzeigentafel in der Mehrzweckhalle 140:70 zwischen Heim- und Gastmannschaft, die Spielzeit war bei 1‘12 stehengeblieben. „Besser ging‘s nicht“, schmunzelte Stadtwehrleiter Cliff Winkler über die Geburtstage der Tauchaer Wehr (140), ihrer Kameraden aus Merkwitz (70) und dem Feuerwehr-Notruf (112). Bei der Wehr zu sein, habe nichts mit Hobby zu tun, so Winkler. Hier gehe es ums Gemeinwohl, in das die Kameraden der Wehren seit zusammen 210 Jahren unzählige Stunden investiert hätten: „Wir stehen bereit, aus dem warmen Bett zu steigen, während sich andere über den Krach der Sirenen aufregen“, erklärte es Winkler sehr plastisch, bevor er einen Abriss über die Geschichte von der ersten Stadtordnung zum Thema Feuer aus dem Jahr 1582 über Wehrgründer Oskar Breitenborn im Jahre 1871, die Gründung der Wehr in Merkwitz 1941 und die Nachwendewirren gab. „Wir haben schon mit drei verschiedenen Leitstellen gearbeitet. Das kann für uns nur von Vorteil sein“, sagte er mit Blick voraus auf die neue zentrale Leitstelle künftig in Leipzig.

So überbrachte denn auch Peter Heitmann von der Branddirektion Leipzig die Glückwünsche der nur sechs Jahre älteren Leipziger Wehr mit zusammen heute gut 2000 Haupt- und ehrenamtlichen Brandschützern. Die Ordnungsdezernentin des Kreises Angelika Stoye lobte die Wehren Tauchas. Sie hätten eine Vorbildfunktion bei den Kreisausbildern und der Technik, gehörten zu den leistungsstärksten und stabilsten Einheiten. „Wir wissen, wir können uns auf Sie verlassen“, dankte Stoye für die hohe Einsatzbereitsschaft.

Vertreter der Tauchaer Stadtratsfraktionen überbrachten beste Wünsche. Thomas Kind (Linke) bedauerte den Leitstellenwechsel, mit dem ein Stückchen kommunale Selbstverwaltung beschnitten werde. CDU-Stadtverbandschefin Antje Brumm amüsierte mit einem Stück zu den Anforderungen an einen Feuerwehrmann, die selbst den lieben Gott Überstunden machen ließen, während Thomas Kreyßig (SPD) an die „wohltuende Einmütigkeit“ erinnerte, mit der alle Stadträte die Belange der Feuerwehr förderten. Dass dies nicht überall so ist, bedauerte Dirk Ziegenbalg von der befreundeten Nachbarwehr aus Panitzsch, der mit leeren Händen kam, die Tauchaer aber zu Übung und „kameradschaftlicher Auswertung“ lud.

Kreisbrandmeister, Gäste des Kreisfeuerwehrverbandes sowie die Wehrleiter von Krostitz und Schkeuditz beschworen die gute Kameradschaft, vom Sächsischen Schützenbund überbrachte Oberschützenmeister Werner Dölz den Wehren gar die Ehrenmedaille.

Einen Großteil des Abends nahmen jedoch die Ehrungen der ausgeschiedenen Wehrleiter ein. Ihnen zu Ehren spielte die Jagd- und Parforcehorngruppe Taucha. Bürgermeister Holger Schirmbeck dankte in bewegenden Worten Stadtwehrleiter Wolfgang Pauli und Wehrleiter Harald Kolbig aus Merkwitz. Sie erhielten die Gedenkmedaille der Stadt Taucha in Gold, die zur 825-Jahr-Feier in einer Auflage von nur 75 Stück entstand. Gewürdigt wurden auch die Stellvertreter Steffen Schmidt und Jürgen Kolbig, die unter anderem eine der seltenen Flaschen des 2006er- Ratsweines erhielten. Für Kolbig ein schönes Wiedersehen: Er betreut als Hausmeister die Weinreben am Rathaus.

Beförderungen

Phillip Portius und Steffen Lichtenfeld wuden zu Feuerwehrmännern befördert, Christian Denzer, Thomas Berger, Pierre Brumme und Sven Neuber zu Oberfeuerwehrmännern, Sindy Gebauer zur Oberfeuerwehrfrau; Jenny Kolbig und Katja Vogel wurden Hauptfeuerwehrfrau, Holm Schuch, Klaus-Dieter Jacob und Kristof Trellenberg Hauptfeuerwehrmann; Anne Seifert und Xandra Schmidt wurden Löschmeisterinnen, Ray Lange, Gerd Kühn, Maik Friedrich und Uwe Koch Löschmeister; Andreas Polak, Jürg Kolbig, Holger Schmidt und Lars Neuber sind Hauptlöschmeister; Cliff Winkler, Michael Denzer und Marko Rockstroh jetzt Brandmeister.

Jörg ter Vehn

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