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Taucha Melankomiker: "An guten Tagen spielen wir auch mal ein Fis“
Region Taucha Melankomiker: "An guten Tagen spielen wir auch mal ein Fis“
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12:20 17.05.2010
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Taucha

Hinter diesem Namen verbergen sich Waldemar Rösler und Jürgen Denkewitz. Gemeinsam präsentierte das Liederkabarett ihre neue Show „Frauenflüsterei“ in lustigen und melancholischen Klängen.

Im ausverkauften Saal standen Rösler und Denkewitz vor erwartungsvollem Publikum auf der kleinen, blau erleuchteten Bühne. Mit Gitarrenklängen, Mandoline-Einspielungen und Akkordeon-Tönen wurde dem Publikum eingeheizt. Die schon seit der zweiten Klasse befreundeten Männer sangen von den alltäglichen kleinen Dingen des Lebens: von der ersten Liebe, den Kindheitserinnerungen auf dem Delitzscher Friedhof, von den Schwierigkeiten in der Pubertät, von Frauen mit Dutt, von Chantalle aus Halle oder Rebecca, von gewagten Risiken und verpassten Chancen. Klar stellten die Sänger unter dem Schmunzeln der Zuhörer fest, „Wenn du Mittwoch überlebst, ist Donnerstag“. Denkewitz und Rösler griffen Themen auf, die jeder Mann und jede Frau kennen. Die gewählte Lyrik und die Wortgewandtheit trafen genau ins Herz. Die Texte waren ernst und gleichzeitig komisch, melancholisch und liebenswert, aber vor allem waren sie real. Einzelne Liedpassagen wurden solo vollführt, andere trällerten die Männer zu zweit. Amüsante, zum Schreien komischen Lieder, die den Zuhörern Tränen in die Augen trieben, wechselten sich ab mit den traurigen, in Erinnerung wiegenden, sentimentalen Klängen.

Die beiden 52-Jährigen flüsterten, schrien, klatschten, summten, lachten, trieben Unsinn, machten Faxen, hatten aber vor allem Spaß. Die selbst ernannten Multi-Instrumentalisten und Vier-Griffe-bis-zur-Vollkommenheit-Beherrscher spielten, so sagten sie, eigentlich nur Töne in D-C-G-H-Moll. „An Tagen, wenn Sonne und Mond in einer guten Konstellation stehen, spielen wir auch mal ein Fis, aber nur dann!“, sagte Denkewitz schelmisch.

Beim Lied „Rebecca“ war das Publikum gefragt. Eigentlich wollte Jürgen lieber Verstecke oder Hasche spielen, doch die Räumlichkeit ließen das leider nicht zu. So blieb den Melankomikern nichts anderes übrig, als gemeinsam mit den Liedermacher-Liebenden zu singen. Das Publikum hatte nicht viel zu tun, außer nach Denkewitz’ Nicken laut „lecker“ zu rufen. Und obwohl alle angespannt nach vorne sahen, bereitete der Einstieg zu Beginn etwas Probleme. Das könnte man auf den Bier- oder Weinkonsum oder schlichtweg auf das laute ununterbrochene Gekicher der Damen zurückführen. Am zweiten Tisch, rechts außen am Gang, saß auch Angela Bergmann. Seit vielen Jahren ist die 51-Jährige ein großer Fan der Gitarrenkünstler. Viele Scherze sind ihr bereits bekannt. „Wir wissen einfach, wie die ticken“, sagte Bergmann, während sie ihre Brille abnehmen musste, um sich die Lachtränen aus den Augen zu wischen.

Bald wird ihre dritte CD „Damenwahl“ erscheinen. Und wie soll es dann weiter gehen mit den Jungs? „Reich werden und dabei lustig sein“, scherzte Denkewitz, „Nein, Quatsch – einfach immer weiter machen.“ Aufgrund der großen Nachfrage treten die Melankomiker am 5. Juni noch einmal im Café Esprit auf, teilten gestern die Veranstalter mit.

Karoline Maria Keybe

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