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Taucha Millionen-Investition Betreutes Wohnen Lindnerstraße steckt fest
Region Taucha Millionen-Investition Betreutes Wohnen Lindnerstraße steckt fest
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18:20 08.06.2010
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. In Taucha wird davon lediglich der Anbau an der Regenbogenschule umgesetzt, ein Projekt von weniger als einer Million Euro Wert. Ein viel größeres privates Vorhaben steckt in der Warteschleife beim Bauordnungsamt des Kreises fest.

In der Lindnerstraße sollten Zwilling, Drilling und Vierling – so die Namen der Häuser mit jeweils entsprechend vielen Eingängen – schon seit dem Winter zu einem Projekt für Betreutes Wohnen umgebaut werden. „Eigentlich sollten zum Ende dieses Jahres schon die ersten Mieter einziehen", erzählte gestern Projektleiter Gerald Dressler. Zwischen fünf und sieben Millionen Euro sollen in den Umbau der Häuser gesteckt werden, der Bauantrag laufe seit langem. Im Frühjahr hätten nochmals Unterlagen zum Brandschutz nachgereicht werden müssen, „wir hoffen nun, dass wir in den nächsten Tagen die Baugenehmigung erhalten", sagte er vorsichtig.

CDU-Stadt- und Kreisrat Ralph Nietzschmann hat sich beim Kreis schon öfter über langwierige Verfahren beim Bauordnungsamt beschwert. „Man kann den Eindruck bekommen, dass dort nicht mit der nötigen Geschwindigkeit gearbeitet wird", sagte er.

Die Gründe für das lange Verfahren in der Lindnerstraße sind indes widersprüchlich. Da ist die Rede von kranken Kollegen, von verschwundenen Poststücken, aber auch von nicht eingereichten Unterlagen.

Selbst Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck versuchte, das Verfahren zu beschleunigen – ohne Erfolg. Er mag niemandem den Schwarzen Peter zuschieben. „Aber Wirtschaftsförderung im Kreis wird am besten dadurch erzielt, dass Genehmigungen so schnell wie möglich vorgenommen werden", sagte er. Für eine aktive Wirtschaftsförderung wäre es schön, wenn die Investoren an die Hand genommen und so die Verfahren positiv befördert würden.

„Von Hilfestellung kann keine Rede sein, eher von Steinen in den Weg legen", meint hingegen Marc Possekel. Der Düsseldorfer will das Eckhaus am Markt umbauen lassen, hat allerdings vorschnell losgelegt – und dafür jetzt neben dem Baustopp auch noch ein Bußgeld aufgebrummt bekommen. Der Kreis habe zudem Anforderungen an das geplante Café gestellt, die wohl kaum ein anderes in Taucha erfülle. „Ich werde diesen Teil auf den Prüfstand stellen müssen", so Possekel.

Zum Café lägen noch keine abschließenden Unterlagen vor, zur Lindnerstraße erst jetzt, sagte Kreissprecher Rayk Bergner. „Der gesamte Sachverhalt wird aber auch unter dem Aspekt der Wirtschaftsförderung im Landratsamt noch mal geprüft", sagte er.

Freudige Botschaft zum Schluss: Drogerie-Riese Rossmann kündigte an, nächsten Mittwoch mit dem Bau der Filiale am Markt beginnen zu wollen. Einen Fertigstellungstermin nannte Rossmann aber nicht.

Jörg ter Vehn

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