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Minibus des Jüdischen Museums macht am Tauchaer Gymnasium Station

Minibus des Jüdischen Museums macht am Tauchaer Gymnasium Station

Mit dem bekannten jüdischen Volkslied "Shalom Chaverim" bewarben sich Schüler des Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasiums für "on.tour - Das Jüdische Museum Berlin macht Schule".

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Referenten des Berliner Jüdischen Museums informieren Tauchaer Elftklässlern in lockerer Gesprächsrunde über das jüdische Leben.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Damit sollte der Unterricht zum Wahlpflicht-Thema "Die Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945" anschaulicher gestaltet werden. Die Schüler wurden ausgewählt und am Dienstag machte der "on.tour-Minibus" auf seiner Tour durch Sachsen in Taucha Station.

"Die Geschichte der Juden während des 2. Weltkrieges ist weitestgehend bekannt. Wir wollten uns aber jetzt einmal damit befassen, wie es den Juden in Deutschland danach ergangen ist", beschrieb die Fachlehrerin für Geschichte, Ramona Hübner, den Hintergrund der speziellen Themenwahl. Der Tourbus des Jüdischen Museums biete dazu mit modernen Medien und umfangreichem Quellenmaterial viel bessere Möglichkeiten.

Die drei Referenten Jan Beckmann, Johannes Schwarz und Michal Kümper behandelten in zwei parallel stattfindenden Stationen - der mobilen Ausstellung und dem Workshop zu jüdischer Kindheit und Jugend nach 1945 - in lockeren Gesprächsrunden das Thema. "Wir haben nicht vor, die Schüler zu missionieren. Wir sind ein staatliches Museum und möchten den Schülern Kenntnisse über das jüdisches Leben, seiner Kultur und Geschichte vermitteln", betonte Referent Beckmann.

Die Schüler nahmen, dem Sommerwetter sei Dank, im Schulhof auf gepolsterten roten Würfeln Platz, die gedreht oder auch als Sitzfläche genutzt werden konnten. Jeder Würfel hatte sein eigenes Thema, wie "Jüdischer Alltag" oder "Leben und Überleben", was auf Texttafeln und Gegenständen aus der jüdischen Lebenswelt erkennbar war. Die Schüler erfuhren so zum Beispiel, dass die Erfinder der "Levi's-Jeans" oder der "Nivea-Creme" Juden waren. Die Schüler wissen nun aber auch, wenn auf den vertrauten Verpackungen von Goldbärchen "koscher" steht, der Inhalt ohne Schweinegelatine hergestellt wurde. Denn deren Verzehr verbietet die jüdische Religion. Dass aber auch koschere Gummibären gut schmecken, haben die Schüler selbst feststellen können.

Aufgeschlossen verfolgten die Jugendlichen im Workshop in kleinen Gruppen über Kopfhörer am iPod die Nachkriegs-Schicksale einiger jüdischer Bürger. "Es ist interessant, anhand von konkreten Personen etwas über die Lebensumstände von Menschen in dieser Zeit zu erfahren und wie sie die Gesellschaft in Deutschland aufgenommen hat. Man erfährt auch viel über das normale Leben", sagte Jan Hofbauer, vom Grundkurs Geschichte der 11. Klasse.

Wie sie das Gehörte und Gelesene über Akzeptanz, Ausgrenzung oder Mobbing der jüdischen Mitbürger erfasst und verarbeitet haben, konnten die Teilnehmer ihren Mitschülern anschließend anschaulich präsentieren. "Wir haben viel Neues erfahren", fasste Klassensprecherin Alexandra Söhn zusammen, "und dabei in einigen Einzelschicksalen interessante Einblicke in das Leben der Juden in Deutschland nach 1945 bekommen".

Geschichtslehrerin Hübner kündigte an, das Thema in insgesamt zehn Unterrichtsstunden weiter zu vertiefen und erklärte: "Zwölf Schüler werden im Juli sogar nach Minsk reisen können, wo sie die Stätten kennenlernen werden, in denen tausende Juden, auch deutsche, im 2. Weltkrieg in Ghettos gefangen gehalten und ermordet wurden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.05.2014
Reinhard Rädler

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