Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Mit 90 Jahren sammelt Tauchaerin weiter Puppen
Region Taucha Mit 90 Jahren sammelt Tauchaerin weiter Puppen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:59 16.04.2018
„Puppenoma“ Frieda Rother mit einer der größten Puppen der Sammlung. Den Buben hat ihr Lebensgefährte Werner Stephan zum 90. Geburtstag geschenkt. Quelle: Foto: Olaf Barth
Anzeige
Taucha

„Ich wollte als Kind schon immer eine Puppe haben. Doch das konnte meine Mutter sich nicht leisten, als Kind ist das schwer zu verstehen. Ich hatte noch sechs Geschwister. “, erzählt die Seniorin. Am 13. April vor 90 Jahren wurde sie in Frobelwitz in Schlesien geboren. Wie so viele andere musste auch ihre Familie nach dem Krieg die alte Heimat verlassen, sodass es sie 1947 schließlich nach Sachsen verschlug. Das Thema Puppen war in dieser nicht leichten Zeit erst recht weit weg für die damals inzwischen 19-Jährige. Sie gründete eine eigene Familie. Fünf Kinder, sieben Enkel und zehn Urenkel sind daraus hervorgegangen. „Für die Kinder ist es jetzt immer bei Besuchen ein schöner Höhepunkt, in mein Puppenzimmer zu gehen und zu spielen“, sagt „Puppen-Oma“ Frieda lächelnd.

Besuche in Spielzeugmuseen

Erst nach dem Ruhestand, im Alter von 60 Jahren, fand sie die Zeit und Muse, sich ihren alten Kindheitstraum von der Puppe zu erfüllen. Von Reisen wurde dann immer ein Exemplar mitgebracht. Nach und nach wuchs so die Sammlung an. Das bekamen Verwandte und Bekannte mit, schenkten nun zu jedem Anlass der Seniorin weitere Puppen oder Püppchen und freuten sich über ihre Freude darüber.

Über 200 Puppen sind es inzwischen, die ein eigenes Zimmer in einem Anbau auf dem Grundstück in Dewitz füllen. Von älteren Modellen aus den 60er Jahren bis zum „weinenden und atmenden“ Top-Modell aus der aktuellen Zeit sind die unterschiedlichsten Puppenarten vertreten. „Wir haben uns auch informiert, was so auf dem Markt ist. Und wir sind gern in Spielzeugmuseen gegangen wie zum Beispiel in Schkeuditz, in Sonneberg oder Seiffen“, erzählt Rothes Tochter Rosmarie Felix (63). Auch sie freut sich, dass ihre Mutter so viel Freude an der Sammlung hat.

Handarbeiten sind ein weiteres Hobby

Doch es ist nicht deren einziges Hobby. Viele der Puppen sind mit Kleidern angezogen, die selbst gehäkelt hat. Mit der Handarbeit ist Frieda Rother aber nicht allein. Ihr seit zehn Jahren sie begleitender Lebensgefährte Werner Stephan hat sich gleichfalls der Handarbeit verschrieben. Er ist allerdings Kunststricker. „Das habe ich von meiner verstorbenen Frau gelernt. Ich stricke jeden Tag ein größeres oder kleineres Deckchen. Da ist so eine große Garnspindel schnell alle“, erzählt der 92-Jährige. Doch kein Deckchen, sondern eine große Puppe schenkte er seiner Partnerin zum 90. Geburtstag. „In der Art hat sie bereits ein Mädchen, jetzt gibt es einen Buben dazu“, begründet der Senior seine Wahl.

Von Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Plaußiger Geschäftsstelle des Zweckverbandes Parthenaue ist nach rund zweijähriger Vakanz der Posten für die Leitung wieder besetzt. Seit April ist die Leipzigerin Jana Bischoff Geschäftsstellenleiterin und hat sich für die nächsten Monate viel vorgenommen.

16.04.2018

Der Winter hat sich wohl endgültig verabschiedet – davon gehen auch die Straßenmeistereien im Landkreis Nordsachsen aus. Diese haben einen „durchschnittlichen Arbeitsanfall“ in der zurückliegenden Saison bilanziert.

12.04.2018

Der Kreisschülerrat Nordsachsen spricht sich ausdrücklich für eine einheitliche Regelung über die Anschaffung von Taschenrechnern für die Oberstufe aus. Das teilte Lukas Sela, der Vorsitzende, mit.

15.04.2018
Anzeige