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Modernes für Zwick‘sche Siedlung

Modernes für Zwick‘sche Siedlung

Die Zwick‘sche Siedlung erhält eine Verjüngungsspritze. Ab dem Wochenende läuft der Verkauf für neue, moderne Stadthäuser in der Manteuffelstraße. Und auch beim unsanierten Altbestand der Siedlung zeichnen sich Änderungen ab.

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Besichtigungstermin in der Manteuffelstraße: NCC-Regionsleiter Frank Schwennicke, Bauamtsleiterin Barbara Stein und der stellvertretende Bürgermeister Thomas Kreyßig (v.l.).

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. Seit Dienstag steht der Verkaufscontainer im neuen Baufeld, signalisiert die Veränderungen in der Manteuffelstraße. Erste Pflöcke im Boden grenzen grob die Parzellen ab, zeigen Kaufwilligen den Verlauf ihrer künftigen Grundstücksgrenze. „Am Wochenende ist Vertriebsstart“, sagt Frank Schwennicke, Regionsleiter der Firma NCC.

Den gesamten ersten Bauabschnitt mit Platz für drei Häuser und zwei Doppelhäusern habe die NCC von der kommunalen Immobilienverwaltung erworben, sich Optionen auf die anderen beiden Baufelder bis hoch zur Leipziger Straße gesichert, sagt Schwennicke. Weitere zehn Einfamilienhäuser sollen dort entstehen.

NCC, Marktführer in Skandinavien, baue derzeit an vielen Stellen im Raum Leipzig, unter anderem in Böhlitz-Ehrenberg, Wiederitzsch, Markkleeberg und Wiederitzsch. Für den Rohbau gebe es eigene Leute, für die Ausbaugewerke sollten Handwerker aus der Region verpflichtet werden, erklärt er. Je nach Größe und Grundstück würden die Häuser zwischen 200 000 und 300 000 Euro kosten.

Den „tollen Bebauungsplan“ habe die Stadt „in rekordverdächtiger Zeit“ für die Manteuffelstraße aufgestellt, lobt er. „Ein Dreivierteljahr nur, fast wie in alten Zeiten direkt nach der Wende, hat es gedauert“, resümierte Bauamtsleiterin Barbara Stein. Sie sei sehr froh, dass eine Bebauung aus einer Hand stattfinden könne, erklärt sie. Die Stadthäuser seien bewusst modern gehalten, „das ergibt einen neuen Kern für eine alte Siedlung“.

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Auch in den unsanierten Altbestand der Siedlung soll wieder Leben einziehen.

Quelle: Jörg ter Vehn

Bekanntlich wurde die Siedlung vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut, um den Arbeitern der Mitteldeutschen Motorenwerke Wohnraum zu schaffen. Da diese in der Mehrzahl aus dem Raum Zwickau kamen, wurden die Häuser Zwick‘sche Siedlung genannt.

Die IBV müsse als Vorbesitzer der früher bebauten Grundstücke noch einige Erschließungsarbeiten erledigen, Parkbuchten und Medienleitungen umverlegen, erläuterte IBV-Chef Achim Teichmann. Gleichwohl könnten die Arbeiten parallel zum Bau der Häuser stattfinden. „Wir wollen auf jeden Fall noch in diesem Jahr beginnen“, verspricht Schwennicke. Er ist des Lobes voll über den Standort Taucha, die gute Zusammenarbeit mit den Behörden, das schnelle Handeln und die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Unterdessen bahnen sich auch am östlichen Ende der Siedlung Veränderungen an. Michaela Kostov, Vorstand der Vereinigten Leipziger Wohnungsgenossenschaften (VLW), bestätigte dieser Tage den Verkauf des unsanierten VLW-Altbestandes in der Siedlung, lehnte aber weitere Äußerungen ab.

Wie die LVZ erfuhr, sollen die meist in der Karl-Marx- und Ferdinand-Lasalle-Straße liegenden Häuser in zwei Tranchen an westdeutsche Firmen gegangen sein. Die sollen wegen des Denkmalschutzes und der Abschreibemöglichkeiten Chancen für eine hochwertige Sanierung sehen. Ein Investor stellte im Rathaus schon seine Pläne für die dann exclusiven Häuser mit einer Wohnung pro Etage und/oder Maisonette-Wohnungen vor – ein weiterer Schritt zur Belebung der Zwick‘schen Siedlung.

Jörg ter Vehn

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