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Taucha Möbel Kraft will in Taucha wachsen
Region Taucha Möbel Kraft will in Taucha wachsen
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14:26 19.05.2015
Das Möbelhaus im Tauchaer Gewerbegebiet An der Autobahn will sich vergrößern und weiß Tauchas Stadtverwaltung auf seiner Seite. Quelle: Olaf Barth

Mit 17 Ja- und einer Gegenstimme beschlossen gestern Tauchas Stadträte einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Inhalt ist die "Erweiterung des Standortes für großflächigen Möbeleinzelhandel".

Wie Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) vorab gegenüber der LVZ erklärte, gehe es darum, einen etablierten Standort wettbewerbsfähig zu halten. "Dazu braucht man eine bestimmte Mindestgröße an Ausstellungsfläche, um die Angebote präsentieren zu können. Das ist für die Unternehmen wichtig auch gerade in Zeiten des Internet-Handels", erklärte Schirmbeck das an die Stadt herangetragene Ansinnen aus dem Hause Krieger. Konkret soll die jetzt rund 30 000 Quadratmeter große Verkaufsfläche auf bis zu 45 000 Quadratmeter erweitert werden. Bisher genehmigt sind lediglich 35 000 Quadratmeter. Außerdem soll auf einer Fläche von 7000 Quadratmeter ein Möbel-Sconto-Markt errichtet werden. Kaufen, mitnehmen, aufbauen sei dessen Motto. Nicht gerüttelt werden soll an der Festlegung, dass nicht mehr als zehn Prozent innenstadtrelevanter Artikel an dem Möbelhaus-Standort angeboten werden dürfen.

Die Stadtverwaltung steht hinter diesen Plänen und will, so denn die Zustimmung erfolgt, mit einem entsprechenden Stadtratsbeschluss über dieses Vorhaben von ihrer Seite aus den Weg ebnen. Im Vorfeld habe es nicht nur Gespräche mit dem Investor, sondern auch mit den Genehmigungsbehörden im Landratsamt und in der Landesdirektion sowie dem Regionalen Planungsverband gegeben. "Sie haben zumindest nicht abgewunken", zeigte sich Schirmbeck optimistisch, dass der Umsetzung des Vorhabens Erfolg beschieden sein könnte.

Die "wohl schwierigste Hürde" sei die Stadt Leipzig. Denn mit ihr gibt es einen Stadt-Umland-Vertrag, der einst bei Errichtung des Möbelhauses (damals noch Möbel Walther) abgeschlossen worden war. Taucha "erkaufte" sich die Zustimmung des Oberzentrums mit der Aufteilung der Gewerbesteuereinnahme. "Diesen Monat wird es weitere Gespräche mit Leipzig geben", kündigte Schirmbeck an. Die Messestadt habe sich in dem Punkt in der Vergangenheit sehr restriktiv verhalten. Kleinere Kommunen am Stadtrand sollen nicht mit der Ansiedlung von Handelsriesen dem großen Nachbarn den Rang ablaufen. "Aber die Krieger-Gruppe hat sich ja bei Quelle in Leipzig eingemietet und dort ein zentrales Lager eingerichtet. Sie etabliert sich in der Region", verweist Schirmbeck auf größere Zusammenhänge.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2014
Olaf Barth

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