Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Mütter fordern mehr Flexibilität in den Tauchaer Kitas
Region Taucha Mütter fordern mehr Flexibilität in den Tauchaer Kitas
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:28 22.03.2012
Anzeige
Taucha

Bei einer Acht-Stunden-Arbeit in Leipzig oder anderswo sei sonst ein rechtzeitiges Abholen nicht möglich, so die Kritik.

„Keiner berechnet den Fahrtweg der Eltern“, erläutert Mutti Kathleen Marr. Schon nach Leipzig mit mindestens jeweils 30 Minuten Hin- und Rückweg sei in den vorgesehenen maximal neun Stunden die geforderte Pünktlichkeit nicht möglich. Und wenn ein Elternteil dann mal fünf Minuten zu spät zum Abholen komme, werde sofort gemäß der Kita-Satzung der Stadt eine Strafe von fünf Euro fällig, bei einer halben Stunde seien es schon zehn Euro.

Dabei gehe es den berufstätigen Eltern doch nicht darum, ihre Kinder in die Einrichtung abzuschieben, so die Elternratsvorsitzende. „Sie wollen sie nur gut versorgt wissen.“ Dabei sei jedoch die Flexibilität – von Arbeitnehmern immer häufiger gefordert – das größte Problem. „Ich würde zum Beispiel mein Kind am Freitag gerne eher aus der Einrichtung abholen, aber an einem anderen Tag kann es auch etwas länger dauern“, erklärt sie. Die Stunden gegeneinander aufzurechnen wie in anderen Kommunen möglich, sei in Taucha jedoch nicht denkbar.

Wie viele Eltern in Taucha eine längere Betreuung wünschen, ist derzeit unklar. Aber im Herbst sei das Thema mal auf einer Versammlung in der Kita St. Moritz angesprochen worden, erinnert sich Franziska Ponitka vom dortigen Förderverein. „Dafür gab es viel Applaus“, hat sie gesehen. Sie kann das Thema verstehen, hat mal in Bitterfeld gearbeitet. „Eine Dreiviertelstunde Weg jeweils – da geht das mit der Neun-Stunden-Betreuung nicht“, lautet ihre Erkenntnis. Kathleen Marr will als nächsten Schritt in ihrer Kita per Unterschriftenliste nachfragen, wie groß der Bedarf für eine Länger-Betreuung ist.

Theoretisch erlaube die Satzung mehr als neun Stunden am Tag auch jetzt schon, erwidert der CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrich Grüneisen. Diese Stunden müssten allerdings vorab geregelt werden. Laut Satzung werden dann pro Tag und Stunde 3,60 Euro fällig, würde bei einer Zehn-Stunden-Betreuung 72 Euro mehr gegenüber 160,70 Euro für den Neun-Stunden-Vertrag machen. „Eine unmaßstäblich hohe Summe“, findet Marr.

Grüneisen will das Thema mitnehmen in die nächste Fachausschuss-Sitzung. „Ich bin sehr dafür, dass wir flexibel bleiben, aber es muss finanzierbar sein“, sagt er. Christof Heinzerling, Fraktionschef SPD: „Wir wollen sehen, was wir tun müssen, um diesem Personenkreis entgegenzukommen.“ Fraktionschef Jürgen Ullrich (Linke): „Wenn es einen berechtigten Bedarf gäbe, müsste mit dem zuständigen Träger gesprochen werden, um nach verträglichen Lösungen zu suchen.“ FDP/Grüne äußerten sich nicht. Jörg ter Vehn

Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nur noch Haut und Knochen – auf Stella trifft diese Beschreibung tatsächlich zu. Die abgemagerte Hündin wurde diese Woche im Tierheim Taucha abgegeben, nachdem sie von ihrem Besitzer offenbar wochenlang nicht gefüttert worden war.

17.07.2015

Ganz neue Töne kommen seit kurzem aus der Begegnungsstätte Merkwitz. Der Singkreis Hohenheida mit Swing-Legende Harry Künzel an der Spitze hat dort inzwischen sein Probendomizil aufgeschlagen.

21.03.2012

Viel vorgenommen hat sich der Zweckverband Parthenaue in diesem Jahr. Neben den aktuellen Hochwasserschutzmaßnahmen am Graben Idastraße und am Dewitzer Bach (die LVZ berichtete) laufen auch noch die Vorbereitungen für den Hochwasserschutz am Sehliser Bach und etliche kleinere Maßnahmen.

20.03.2012
Anzeige