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Taucha Musikverein St. Moritz organisiert Weihnachtsoratorium in Taucha
Region Taucha Musikverein St. Moritz organisiert Weihnachtsoratorium in Taucha
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10:33 21.12.2009
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Taucha

Der Eintritt war frei – keiner soll von der Weihnachtsbotschaft ausgeschlossen werden. Ortspfarrer Gottfried Edelmann spannte mit geistlichen Betrachtungen den Bogen vom historischen Geschehen zu heutiger Sehnsucht nach einem Leitstern. Eingeladen hatte der Verein „Musica St. Moritz Taucha“. Dessen Vorsitzender ist der Konzertmeister des MDR-Sinfonieorchesters, Andreas Hartmann. Am ersten Pult spielend, feuerte er in für ihn charakteristischer Manier das Mitteldeutsche Kammerorchester und ortsansässige Laien zu beschwingtem und homogenen Spiel an.

Damit der Spendenerlös nicht nur die Kosten deckt, sondern zur Restaurierung eines Konzertflügels beitragen kann, verzichteten die Musiker auf eine Gage. Das Trompeter-Trio spielte mit Brillanz und steigerte sie noch durch einige zusätzliche Auszierungen. Mit exaktem Dirigat und tänzerischer Geste formte Frank Zimpel aus den Kantoreien von Taucha und Großzschocher sowie Gästen einen leistungsfähigen Chor und begleitete selbst am Cembalo. Zimpel vollbrachte in kollegialer Arbeitsteilung mit Hartmann das Kunststück, die Mitwirkenden, die das Werk mit unterschiedlicher Vorbildung an verschiedenen Orten einstudiert hatten, zu einem Ensemble zusammenzuführen.

Profis und Halbprofis musizierten mit Frische, ohne Routine durchscheinen zu lassen. Laien waren glücklich, dabei sein zu können, und trugen mit vollem Engagement zum Gelingen bei. Für das Sopran-Solo „Er ist auf Erden kommen arm“ wagten sich drei Mädchen aus dem Chor an die Seite des Dirigenten. Sebastian Reim (Tenor) sprach die Hörer als Evangelist ganz unmittelbar an, indem er die Weihnachtsgeschichte mit heiterem erzählerischen Gestus und eindringlicher Mimik vortrug. Auch die ariosen Teile bewältigte er stimmlich souverän und mit schlanker Eleganz.

Gut disponiert und glaubwürdig in der Aussage füllten Friederike Holzhausen (Sopran), Bettina Denner (Alt) und Thomas Oertel-Gormanns (Bass) ihre Partien aus. Im Terzett und Quartett arbeiteten sie die innere Dramatik der Texte gut heraus. Liturgisch sinnvoll fügten sie ihre Stimmen in den Schlusschoral ein. „Soli Deo Gloria“ – „Allein Gott die Ehre“ stand auf dem Plakat. Das war nicht nur ein Konzert, sondern auch ein musikalischer Gottesdienst. Dankbar nahmen die Zuhörer ihn auf.

Gerald Vogel

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