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Nabu-Ortsgruppe hinterfragt B 87 n

Nabu-Ortsgruppe hinterfragt B 87 n

Taucha/Plaußig. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ist dank engagierter Mitglieder in und um Taucha gut vertreten. Neben der Regionalgruppe Partheland gibt es seit 15 Monaten auch die Ortsgruppe Plaußig-Portitz.

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Christoph Knappe ist Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Plaußig-Portitz und hat ein großes Herz für Natur und Umwelt.

Quelle: Olaf Barth

Deren Vorsitzender Christoph Knappe freut sich über reichlich Zuwachs: "Wir haben in dieser Zeit rund 30 neue Mitglieder gewinnen können, gestartet waren wir mit zehn Enthusiasten." Ein Schwerpunkt sei die Arbeit mit Kindern. "Hier können wir die erfolgreiche Arbeit von Naturschützer Bernd Hoffmann mit den Parthefröschen fortsetzen. Diese Kinder- und Jugendgruppe ist die einzige dieser Art im weiten Umkreis. Und so kommen auch aus Leipzig, Taucha oder Markkleeberg Kinder zu unseren Aktionen", erzählt Knappe. Zum Beispiel, wenn sich beim Imker in Taucha-Seegeritz nicht nur die Bienen angeschaut, sondern auch Themen und Fragen dazu bearbeitet werden. Auch das Anbringen von Nistkästen in der Parthenaue zwischen Plaußig und Taucha komme gut bei Kindern und deren Familien an. "Dabei gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Leipziger Stadtförster Martin Opitz. Und bei der Aktion, ,Mehr Grün am Wegesrand' werden wir von der Saatgut Plaußig unterstützt", nennt Knappe erfolgreiche Kooperationen mit Partnern. Bei einer solchen Aktion in Hohenheida hätten auch Jäger und Ortschaftsräte mitgemacht. "Sie bedauerten, dass es im Leipziger Norden keine Rebhühner mehr gibt und wollten auch etwas gegen die ausgeräumte Kulturlandschaft unternehmen", erklärte Knappe.

Doch der 52-Jährige sieht die Aufgabe der Naturschützer auch darin, sich in kommunalpolitische Entscheidungen einzubringen. Dabei bleibe der geplante Neubau der B 87 ein Thema. "Auch wir sagen Nein zur Querung der Parthenaue, doch es darf nicht nach dem Sankt-Florians-Prinzip gehen. Uns ist auch der Leipziger Norden wichtig, deshalb wollen wir die Diskussion wieder auf die Füße stellen und fragen: Braucht man diese Straße überhaupt?" Erst wenn dieser Nachweis von Politikern und Planern erbracht sei, könne man über die Umsetzung diskutieren.

Laut Knappe gibt es den prognostizierten Lkw-Verkehr aus Polen gar nicht. Bevölkerungszahlen und Verkehr würden zurückgehen, statt zunehmen. "Und plötzlich heißt es, gerade deshalb brauche man diesen Neubau. Das ist doch Irrsinn", so Knappe. Egal, wo diese Straße, sollte sie gebaut werden, einmal entlang führen wird, befürchtet Knappe zwischen Eilenburg und Leipzig einen komplett zerschnittenen Landschaftsraum. "Es sind keine Brücken, keine Zu- und Abfahrten vorgesehen", so Knappe und kündigte an: "Wir bleiben auf jeden Fall dran am B-87-Thema und werden gerade vor den Wahlen die Politiker dazu befragen."

Ein weiteres Thema: Tempo-Beschränkung auf der A 14 bei Portitz-Plaußig. "In vielen anderen Regionen Deutschlands geht es, auf zwei bis vier Kilometern mal zugunsten der Anwohner das Tempo auf 100 km/h zu drosseln. Da bricht keine Wirtschaft zusammen, aber Tausende werden von Lärm entlastet." Denn der A-14-Ausbau habe trotz der Lärmschutzwand nicht die versprochene Entlastung von Verkehrslärm gebracht. Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2014
Olaf Barth

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