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Taucha Nabu-Regionalgruppe behält Pläne für neue B 87 im Blick
Region Taucha Nabu-Regionalgruppe behält Pläne für neue B 87 im Blick
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18:34 03.01.2017
In der Tauchaer Kirchstraße starten Naturfreunde und Interessenten zum Nabu-Neujahrsspaziergang nach Panitzsch. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Bei schönstem Sonnenschein starteten am Sonntag in Taucha Naturfreunde und neugierige Interessenten zum traditionellen Nabu-Neujahrsspaziergang. Die Regionalgruppe Partheland des Naturschutzbundes Deutschland hatte wieder dazu aufgerufen und die Wanderung zur Panitzscher Bergkirche mit „Triumphzug“ überschrieben. Doch als solchen wollte Organisator Heiko Thonig diesen Gang durch die Parthenaue nicht ernsthaft verstanden wissen. „Wir hatten das ja selbst schon in Anführungszeichen gesetzt. Wir wollen über niemanden triumphieren, uns aber freuen, dass wir zumindest Zeit gewonnen haben“, erklärte der Vorsitzende der Regionalgruppe. Gemeint sei damit die Tatsache, dass der geplante neue Abschnitt der B 87 zwischen Eilenburg und Taucha nicht im vorrangigen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) bis 2030 auftaucht. Lediglich als erweiterter Bedarf mit Planungsrecht wird die Trasse noch geführt. Damit ist in absehbarer Zeit auch nicht mit einer Querung der Parthenaue durch einen B 87-Neubau zu rechnen.

Doch in einigen Passagen ist noch immer auch im neuen BVWP von der Südvariante die Rede, wenn auch nicht mehr an erster Stelle. Dabei war diese Variante von Naturschützern, Bürgerinitiativen und Politikern über Orts- und Parteigrenzen hinweg vehement bekämpft worden.

Um so mehr Verwunderung löste unter den rund 40 Spaziergängern ein unlängst in Taucha verteiltes SPD-Faltblatt aus, in der dann doch von einer Südtrasse für Ortsumgehungen die Rede ist. „Das ist wohl eine Sache abseits der B 87-Diskussion, genau wissen wir das nicht, wir waren da auch nicht involviert“, sagte Thonig. Auf jeden Fall weiß sich der 50-Jährige bei dem Thema B 87 n eins mit den Bürgerinitiativen sowie dem BUND: „Wir passen weiter auf. Wir wollen uns nicht überraschen lassen, wenn dann eines Tages die Planungen doch wieder konkret in Richtung Südvariante durch die Parthenaue gehen.“ Zu den aufmerksamen Zuhörern gehörte auch eine Leipzigerin, die extra aus Schleußig gekommen war: „Wir wollten uns mal die andere Seite der Stadt anschauen. Wir wussten gar nicht, dass es hier so schöne Flecken gibt“, sagte die Messestädterin und ließ ihren Blick von Sehlis aus über die Par­thenlandschaft Richtung Panitzsch schweifen.

Für Thonig war das eine weitere Bestätigung im Kampf gegen eine B 87 an dieser Stelle: „Das ist doch eine richtig schöne, noch unzerschnittene Landschaft. Kann man die als Mensch nicht einfach mal so lassen?“ Eine endgültige Antwort auf diese Frage steht noch aus.

Von Olaf Barth

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