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Taucha Nachhal(l)tige Tipps unter Sangesbrüdern
Region Taucha Nachhal(l)tige Tipps unter Sangesbrüdern
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09:47 11.10.2018
Mit „Dona nobis pacem“ stimmte sich der Männerchor Taucha bei einer Extra-Probe auf das Chorkonzert ein. Gert Döring (r.) sorgte für den richtigen Takt. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
Taucha

Dirigent und Chorleiter Matthias Queck hat extra dafür geeignete Lieder aus dem Repertoire des Chores ausgewählt, denn nicht alle Chorstücke eignen sich für die besondere Akustik im Inneren des ehrwürdigen Denkmals. „Der Nachhall soll etwa 18 Sekunden betragen. Das ist für uns schon ungewöhnlich. Wir denken aber, das kriegen wir hin“, blickte Chorvorstand Joachim Voigt vorsichtig optimistisch voraus. Bei traditionellen Männerchorstücken und klassischen Melodien wie der „Barcarole“, dem Freiheitschor oder „Dona nobis pacem“ dürfte allerdings nichts schief gehen.

Stötteritzer kennen die Denkmal-Akustik

Tipps aus berufenem Munde haben die Tauchaer Sangesbrüder aber schon bekommen, denn seit dem Sommer haben sich fünf Sänger aus dem Männerchor „Sängerkreis Leipzig-Stötteritz“ dem Tauchaer Chor angeschlossen. Der im Mai, nach 170 Jahren Chorgemeinschaft, wegen Mitgliederschwund aufgelöste Gesangsverein hatte natürlich aufgrund seiner Nähe zum Denkmal mehrfach Gelegenheit, dort bei Konzerten aufzutreten und entsprechende Erfahrungen zu sammeln.

„Wir haben nun in Taucha eine neue Sänger-Heimat gefunden, denn wir möchten weiterhin vierstimmig singen“, erklärte der Leipziger Bernd Lantzsch seinen Entschluss und den seiner Sangesbrüder.

Chor-Reise nach Niedersachsen

Die Wahl auf den Chor der Parthestadt war durch Kontakte entstanden. Man kennt sich eben. Berührungsängste gab und gibt es nicht. Vielmehr werden die Tauchaer in Kontakte der Stötteritzer zum „Männergesangsverein 1879 Oberscheden“ in der Nähe von Göttingen mit einbezogen. So werden sie am ersten Novemberwochenende bei einer geselligen Chorausfahrt nach Süd-Niedersachsen die bestehenden Freundschaftsbande bei gemeinschaftlichen Unternehmungen an Weser, Werra und Fulda sowie bei einem abschließenden Chorkonzert im Welfenschloss Hannoversch Münden weiter vertiefen.

„Solche gemeinsamen Aktionen und natürlich unsere Auftritte tun der Chorgemeinschaft gut. Es wäre zu wünschen, dass sich auch jüngere Männer uns anschließen, denn was gibt es Schöneres, als mit Gesang anderen Menschen Freude zu bereiten. Mit jungem Sängerblut könnte man sich auch an moderne Stücke wagen“, warb Vorstand Voigt für Nachwuchs.

Geprobt wird jeden Mittwoch ab 18 Uhr in der Grundschule Am Park. Die Eintrittskarte für das Völkerschlachtdenkmal gilt auch für das Konzert am 13. Oktober um 11 Uhr.

Von Reinhard Rädler

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