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Taucha Nachtfußball mit 300 Zuschauern, Schlachtgesängen und Sieger der Herzen
Region Taucha Nachtfußball mit 300 Zuschauern, Schlachtgesängen und Sieger der Herzen
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11:12 17.01.2010
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Am Ende gewann der Vorjahressieger SV Jesewitz vor dem SV Lok Nordost und einem Team aus Dresden.

Mehr als 300 Zuschauer sind gekommen und lassen sich von spannenden und hart umkämpften Spielen mitreißen. Für Gerald Busch endet die Fußballnacht mit einer herben Enttäuschung: Sein Lieblingsverein, der TSV Seegeritz, landet abgeschlagen auf dem letzten Platz. „Ich leide absolut mit, wenn meine Jungs verlieren. Heute sind sie die Sieger der Herzen“, so der Tauchaer, der im Vereinstrainingsanzug gekommen ist, um Flagge zu bekennen.

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Taucha. Was für eine riesige Fußballparty! Bereits zum zehnten Mal organisiert der AC Taucha sein Hallenfußballturnier in der Mehrzweckhalle. Mehr als 300 Zuschauer sind gekommen und lassen sich von spannenden und hart unkämpften Spielen mitreißen. Am Ende gewinnt der Vorjahressieger SV Jesewitz vor dem SV Lok Nordost und einem Team aus Dresden.

„Ich bin Fördermitglied und finde es sehr wichtig, die kleineren Vereine zu unterstützen. Wir sind hier bei dem Turnier jedes Jahr mit dabei und es ist einfach eine prima Veranstaltung. Die Organisation ist top, die Bedingungen spitze, was will man mehr als Zuschauer“, erklärt der 43-Jährige.

Auch Chefveranstalter Markus Dubiel vom AC Taucha ist zufrieden mit dem fast sechsstündigen Dauerfußball in der Halle und wird mit diesen Worten sofort vom LVZ-Online Videoteam interviewt. „Die Stimmung ist richtig super und seit langem haben sich mal wieder zehn Vereine beteiligt. Unsere AC Fußballer waren nach der Vorrunde erster ihrer Gruppe und haben am Ende den vierten Platz belegt. Wir sind schon sehr zufrieden“, berichtet der Parthestädter. Er freut sich vor allem, dass wieder eine Mannschaft der SG Taucha mitmacht. Laut Dubiel haben die Gelb-Blauen die ersten beiden Jahre mitgespielt und dann lange ausgesetzt. Die Verletzungsgefahr für die Kicker sei zu groß, wird unter den Zuschauern gemunkelt. Die Alten Herren jedenfalls scheuen sich nicht und treten gegen die doch deutlich jüngeren Teams an. „Unsere Stute isst früh’s Nutella und spielt á la Özil“, scherzt René Martmann in Richtung seines Spielkameraden Wolfgang „Stute“ Studnitz, mit 59 Jahren der mit Abstand älteste Kicker beim Turnier.

Wie SG-Trainer Hans-Jürgen Thiele erklärt, sei der athletische Vorteil der Konkurrenz in der Halle noch größer als auf dem Fußballplatz. „Aber wir geben unser Bestes“, so der Coach, der von Spieler Marco Haferburg ergänzt wird: „Mit unserem neunten Platz müssen wir uns außerdem noch Steigerungsmöglichkeiten für nächstes Jahr offen halten. Wenn wir eingeladen werden, sind wir wieder mit dabei.“ Das werden sicherlich auch die Ringer des AC Taucha sein, die sich beachtlich schlagen und sogar die Kicker der Hausmannschaft von DHL besiegen. Eine Zitterpartie, die sich um Punkt 22.30 Uhr per Neunmeterschießen entscheidet. Für die Musik am Abend sorgen im dritten Jahr hintereinander die Pappelarena-DJs Stefan Weber und Nicky Pikara, die seit Anfang 2000 öffentlich Musik auflegen. Viele Zuschauer schunkeln, tanzen und singen.

Die Freundinnen Tina Ullrich, Simone Bruske und Cornelia Werner hakeln sich ineinander, singen und springen und feuern ihr Lieblingsteam, den TSV Seegeritz an. „Aber die AC Ringer sind auch nicht schlecht“, so die Frauen, die nur noch von den Schlachtrufen der Panitzscher Jungs im hinteren Zuschauerblock übertönt werden. Die Kicker landen am Ende auf Rang sieben, hinter den DHL-Spielern und vor den Fußballern aus Althen 

Kathrin Kirscht

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