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Taucha Nächstes Jahr kein Maultrommel-Festival
Region Taucha Nächstes Jahr kein Maultrommel-Festival
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14:00 19.05.2015
Vor dem diesjährigen Festival demonstrierte Clemens Voigt vom Vereinsvorstand das Spiel auf der Maultrommel. Quelle: Olaf Barth

Die Absage habe allerdings nichts mit dem eventuellen Bauvorhaben neben dem Festival-Gelände am großen Schöppenteich zu tun, sagte gestern der stellvertretende Vereinsvorsitzende Clemens Voigt auf LVZ-Nachfrage.

"Das war eine interne, im Team getroffene Entscheidung. Die Festivals in den vergangenen fünf Jahre haben sehr, sehr viel ehrenamtliche Arbeit gefordert. Jetzt ist erst einmal für alle ein Pause angesagt. Jeder kann jetzt auch mal etwas anderes machen, zum Beispiel einen Sommer mit der Familie verbringen, statt in den Vorbereitungen für das Festival zu stecken", begründete der 36-Jährige die selbst verordnete Auszeit. Allerdings gehe diese Ruhephase auch etwas tiefer, als eine reine Regenerationsphase. "Wir nutzen diese Zeit auch, um m

it etwas Abstand die Festivals aufzuarbeiten, an Verbesserungen zu arbeiten, uns über konzeptionelle und inhaltliche Dinge, zum Beispiel die Ausrichtung der Musik, zu beraten. Dafür war sonst kaum Zeit, weil man während der Organisation von Festival zu Festival Sachzwängen und einem gewissen Pragmatismus unterliegt", sagte Voigt. Nun könne auch mal in Ruhe über den weiteren Weg, über den Inhalt nach dem Motto "wo wollen wir hin, warum machen wir das" nachgedacht werden. "Es haben sich auch Sachen angestaut, die zu bereden wir uns jetzt Zeit nehmen wollen. Zum Beispiel über die interne Kommunikation, Entscheidungsstrukturen, Vereinsarbeit und die Nachhaltigkeit des Festivals", sagte Mit-Organisator Voigt.

Es gebe ja jeweils verschiedene Themen an den Festival-Tagen wie den Markt, die Musik, die Workshops. Das alles sei relativ dezentral organisiert. "Wie nehmen uns jetzt die Zeit und Muse, um zu beraten, wie wir inhaltlich und ideell stärker an einem Strang ziehen können. Deshalb ist unser Entschluss, eine Pause einzulegen, eine vollkommen positive, konstruktive Entscheidung", untermauert Voigt das Aussetzen im kommenden Jahr.

Tausende aus vielen Ländern hatte es jeden Sommer zu der vom Verein präsentierten Weltmusik in die Parthestadt gezogen. An einem Rückzug aus Taucha sei nicht gedacht. Voigt: "Es ist unser Plan, 2016 in Taucha wieder ein Ancient Trance zu veranstalten. Wenn die Rahmenbedingungen bleiben, das hoffe ich sehr, sind wir wieder hier." Mit Rahmenbedingungen meint Voigt unter anderem das Fortbestehen der guten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung auch unter einem dann neuen Bürgermeister sowie keine Interessenskonflikte mit dem Bauvorhaben "Seniorenresidenz" am Festival-Gelände.

Im Gegensatz zu manch anderem Jahr sei der Verein aus dem letzten Festival ohne Schulden mit plus-minus Null herausgekommen. "Ein guter Zeitpunkt, um mit ruhigem Gewissen mal zu pausieren. Das Festival hat sich etabliert. Ob wir es dann wieder jährlich oder alle zwei Jahre veranstalten, darüber wollen wir auch nachdenken", meinte Voigt.

Ein großes Anliegen sei ihm auf jeden Fall, sowohl dem Schlossverein als auch der Stadtverwaltung sowie der Bevölkerung für die Kooperation zu danken. Auch das Verständnis und die Akzeptanz unter Anwohnern sei gestiegen. Dieses Jahr hätten den Verein gar keine Beschwerden erreicht. "Wir fühlen uns in Taucha auf jeden Fall gewertschätzt und willkommen", so Voigt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.12.2014
Olaf Barth

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