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Napoleons Uniform auf der Spur

Napoleons Uniform auf der Spur

Im Juni fiel am Geschwister-Scholl-Gymnasium für die Teilnehmer einer Arbeitsgemeinschaft zur Vorbereitung auf das französische Sprachdiplom mit der Übergabe des Zertifikates praktisch die letzte Klappe.

"Dass kann es noch nicht gewesen sein", dachten Lisa Willmer, Charlotte Matthias, Till Geißler, Leon Fürst und Leonard Matthias aus den Klassen neun bis elf. Sie suchten nach einer Fortsetzung, bei der sie ihre Sprachkenntnisse anwenden können. Und sie hatten eine Idee.

"Wir drehen einen Film über Taucha." Ein Dokumentarstreifen sollte es jedoch nicht werden. Doch mit welcher Handlung kann Taucha mit Frankreich verbunden werden? Hinweise fanden sie schließlich in der "Chronik von Taucha" von Ortschronist Detlef Porzig. Darin stand, dass sich bei den Truppenbewegungen zur Völkerschlacht um Leipzig 1813 auch Napoleon in Taucha aufgehalten haben soll. Aus diesem historisch allerdings unbestätigten Hinweis wurde letztlich die Idee fürs Drehbuch.

Die Szenerie nimmt mit der Verkündung der Nachricht im französischen Fernsehen seinen Anfang: "Napoleon hat im sächsischen Taucha seine Uniform liegen lassen", heißt es da. Austauschschüler aus der französischen Partnerschule "Collège La Fayette" in Brioude (Avergne) sehen den Beitrag und rufen sofort ihre Freunde in Taucha an und schlagen ihnen vor: "Wir kommen zu euch und suchen gemeinsam nach der Uniform".

Gesagt getan, die französischen Schüler werden auf dem Bahnhof Taucha empfangen und schauen an geschichts-trächtigen Orten wie dem Rittergutsschloss, der Kirche und auf dem Friedhof nach dem Gewand des Feldherren. Dabei werden interessante Impressionen aus der Parthestadt filmisch in die Handlung eingebaut. Letztlich entdecken sie tatsächlich einen Uniformknopf in einer verstaubten Kiste. Die Nachricht vom sensationellen Fund wird wieder im TV verkündet und macht Taucha berühmt.

Die beiden Jungs spielen die französischen Austauschschüler, die Mädchen die deutschen Gymnasiastinnen aus Taucha. Camille Matter, die ehemalige Fremdsprachenassistentin am Tauchaer Gymnasium, spricht im Film die TV-Nachrichten und Margot Willmer, die Oma von Lisa, wird in einer Szene von den Schülern befragt. Die französischen Dialoge werden in Untertiteln übersetzt.

Professionelle Unterstützung beim Drehen und Schneiden erhielten die Gymnasiasten von Medienpädagogin Luise Jahn vom Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal Leipzig. "Für uns war es ein interessantes Experiment. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden", so Leonard Matthias, der Kamera und Regie führte. Den Film wollen sie auch in ihrer Partnerschule zeigen, die sie am Mittwoch im Rahmen einer neuntägigen Schülerreise besuchen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.09.2015

Reinhard Rädler

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