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Naturschützer pflegen "Protestbäume"

Naturschützer pflegen "Protestbäume"

"Oh Parthenaue, wenn ich auf dich schaue, nährst du meinen Ansporn für den Blick nach vorn", sang Heike Schröger am Samstagnachmittag am Parthe-Ufer in der Sehliser Senke Richtung Panitzsch.

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Nein zur B87n: Heike Schröger spielt und Naturfreunde pflegen die "Protestbäume" an der Parthe.

Quelle: Reinhard Rädler

TAUCHA. Währenddessen nahmen sich Mitglieder der NABU-Regionalgruppe Partheland, der Bürgerinitiative (BI) "Alternative B 87" sowie der BI "Pro Parthenaue" die vor vier Jahren gepflanzten Bäume vor, befestigten sie wieder an die Haltepfähle oder tauschten abgestorbene Gehölze gegen neue aus. Mehr als 40 Naturfreunde hatten dort damals als Protest gegen die Pläne der Trassenführung der B87n etwa 40 Schwarzerlen und -pappeln gepflanzt.

Die Pflege der "Protestbäume" sei einerseits eine normale Baumpflegeaktion, sagte der Vorsitzende der NABU-Regionalgruppe Partheland, Heiko Thonig. Man wolle aber damit auch öffentlich signalisieren, dass man die Entwicklung der Planungen mit wachem Blick verfolge.

"Zurzeit ist es in der Politik und in den Verwaltungen sehr ruhig um dieses Thema" stellte er fest. "Zu ruhig", pflichtete ihm auch BI-Vorstandsmitglied Heike Schröger bei, denn die Tauchaer Erklärung gegen die Querung der Parthenaue sei auch von vielen Kommunalpolitikern unterzeichnet worden.

Es bleibe zu hoffen und zu wünschen, dass sich auch die Bürgermeisterkandidaten nicht nur im Wahlkampf sondern auch nach ihrer Wahl zum Stadtoberhaupt offensiv damit auseinandersetzen, stimmten Schröger und Thonig überein. Es sei ohnehin dringend erforderlich, die Erlebbarkeit der Parthenaue nachhaltig auszugestalten, denn viele Wege und Wiesenflächen seien hier einfach "überackert" und die heimische Flora und Fauna damit empfindlich in ihren Lebensräumen gestört worden.

Zur Bestätigung sang Heike Schröger das Lied vom "Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling", einer geschützten, in der Parthenaue heimischen Schmetterlingsart. Nach getaner Arbeit gab es, wie meist bei solchen Aktionen, den von der Sängerin selbst kreierten "B87n-Nein- Danke-Kuchen", Kaffee sowie gepressten Birnensaft von einer Ernte zwischen Merkwitz und Pönitz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.04.2015
Reinhard Rädler

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