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Neubau mit Stadtvillen statt Reihenhäusern

Neubau mit Stadtvillen statt Reihenhäusern

Die Parthestadt will sich dem Trend beim Bauen nicht verschließen und die Bestimmungen im Wohngebiet Klebendorfer-/Sommerfelder Straße lockern. Einstimmig votierten die Stadträte am Donnerstagabend für entsprechende Änderungen im Bebauungsplan.

Taucha. Vom 13. September bis zum 15. Oktober können Betroffene dazu Stellung nehmen, bevor der Plan endgültig beschlossen wird.

Es ist bereits die Änderung P im so genannten B-Plan 8a. Man habe seinerzeit gedacht, für die Änderungen werde das Alphabet schon reichen, so Bauamtsleiterin Barbara Stein. „Na, schauen wir mal“, sagte sie.

Im Zentrum der jüngsten Korrekturen steht der noch unbebaute Bereich südlich des Teiches. Die Regelung zu den Firsthöhen solle aufgehoben werden, und anstelle der geplanten Reihenhäuser sollten nun einzeln stehende Häuser erlaubt werden, so Stein. Dies geschehe auf Wunsch der Vermarkter, die ein reges Interesse an Grundstücken in dem Bereich verzeichneten. Wie berichtet, hatte die kommunale Immobilienfirma IBV vor kurzem schon über knapp werdende Flächen geklagt.

Allerdings seien Einzelhäuser gewünscht, so Stein. „Reihenhäuser vermarkten sich derzeit gar nicht.“ Gleichwohl solle der städtebaulich gewünschte Charakter eines Rondells rund um den Teich erhalten bleiben. Daher werde bei den unmittelbar angrenzenden Grundstücken eine gemeinsame Baulinie festgelegt. Abgesprochen sei ferner ein städtebaulicher Entwurf als Basis der Vermarktung, um gezielt Stadtvillen dort anzusiedeln.

Ein früher in dem Bereich geplanter Spielplatz könne dem Baufeld zugeschlagen werden, da der vorhandene Spielplatz am Teich aufgewertet worden sei. Ferner solle das noch freie Baufeld südlich des Netto-Marktes als Mischgebiet ausgewiesen werden. Die dort geplante geschlossene Bebauung entfalle, könne flexibler gestaltet werden.

Stadtrat Ulrich Grüneisen (CDU) fragte, ob mit dem Wegfall der Firsthöhen-Regelung nicht viel zu hohe Häuser erlaubt würden. Stein antwortete, das sei nicht möglich, weil wegen der Berechnung der Abstandsflächen die Firsthöhen in einem vernünftigen Verhältnis bleiben müssten.

Jörg ter Vehn

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