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Neue B 87 steht offenbar auf dem Prüfstand

Neue B 87 steht offenbar auf dem Prüfstand

Die neue B 87 als autobahnähnliche Trasse zwischen Leipzig und Torgau wird im Bundesverkehrsministerium offenbar auf den Prüfstand gestellt. Über neueste Entwicklungen will die Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der Parthenaue auf ihrer nächsten Versammlung am 16. März im Tauchaer Nachbarort Panitzsch informieren.

Nordsachsen. Auch in der Parthestadt selbst hatte sich ja bekanntlich reichlich Widerstand geregt. Im Landratsamt Nordsachsen sind eventuelle Veränderungen nicht bekannt.

Während sich besonders Nordsachsens Landrat Michael Czupalla (CDU) für die Verwirklichung der B 87 n ins Zeug legt und dafür überregionale Verbündete sucht, kommen der Panitzscher Bürgerinitiative immer mehr Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Verbindung: „Wir haben aktuelle Informationen aus dem Bundesverkehrsministerium, die uns Recht geben“, berichtete BI-Vorsitzender Mathias Leutert. Demzufolge ergaben jüngste Untersuchungen, dass der Bedarf der Trasse zwischen Eilenburg und Torgau nicht mehr vierspurig, sondern nur noch zwei- oder dreispurig gesehen werde. Im Hause Ramsauer haben offenbar die für die bislang vom Autobahnamt favorisierte Vorzugstrasse durch die Parthenaue zu erwartenden Ausgaben für ein böses Erwachen gesorgt. „Die Vorzugsvariante weist mit 58 Kilometern und rund 360 Millionen Euro eine erhebliche Kostensteigerung gegenüber dem Bedarfsplan aus“, habe das Ministerium der BI vor wenigen Tagen mitgeteilt.

Die Behörde, heißt es in dem Schreiben weiter, habe daraufhin eine neue Wertung der verkehrlichen Wirkungen unter Berücksichtigung der Verkehrsprognose für das Jahr 2025 und Nutzen-Kosten-Verhältnisse getrennt für jeden einzelnen Abschnitt der künftigen B 87 n veranlasst. „Demzufolge“, fasste Leutert seine Eindrücke zusammen, „müssen die Planungen auf jeden Fall überarbeitet werden.“ Da sei von einer „Zurückstellung der Erweiterung der Ortsumgehung Eilenburg“ die Rede, zwischen Eilenburg und Torgau solle der dreistreifige Ausbau unter Einbeziehung der erforderlichen Ortsumgehungen komplettiert werden. Die Ortsumgehung Torgau sei dreistreifig neu zu bauen. „Wenn alles auf ein Abspecken der B 87 n nördlich von Eilenburg hinausläuft, fragen wir uns natürlich: Wieso muss gerade in unserer Region die Trasse weiterhin vierspurig geplant werden?“ Denn an der Notwendigkeit eines vierspurigen Ausbaus zwischen der A 14 und Eilenburg hege das Bundesministerium offenbar keinen Zweifel. Für den zuständigen Dezernenten im Landratsamt Nordsachsen, Hartmut Grabmann, sind diese Aussagen der BI neu, sagte er auf Anfrage. Er habe diese Informationen nicht.

Die B 87 n war 2003 in den Bundesverkehrswegeplan (BVP) aufgenommen worden und ist seit Anfang 2005 im Fernstraßenausbaugesetz mit einem dazugehörigen Bedarfsplan verankert. Im Laufe der Jahre werden laut Grabmann immer wieder Bilanzen gezogen und auch Bedeutung und Wertigkeit überprüft. Die Planungen stimmen Bund und Länder ab. Da gebe es auch Veränderungen. Der Plan schreibe sich ständig fort.

„Wir haben Ende 2010 den Bundesverkehrsminister angeschrieben und die Dringlichkeit und Wichtigkeit dieses Verkehrsvorhabens nochmals unterstrichen“, so Grabmann. Von der Aufnahme in den BVP bis zur Realisierung können sehr, sehr viele Jahre vergehen. Das liege auch an den hohen bürokratischen Hürden, die genommen werden müssen und an den aufwendigen Verfahren in Deutschland. Grabmann: „Jetzt über eine Zeitschiene zu sprechen, das wäre zu spekulativ.“

Als nächster wichtiger Termin im laufenden Verwaltungsverfahren gilt der 3. März. Dann steht beim Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbandes Westsachsen der Satzungsentwurf zur Teilfortschreibung in Sachen B 87 n auf der Tagesordnung. Die BI will über neue Entwicklungen am 16. März, ab 19 Uhr, in der Aula der Panitzscher Grundschule informieren.

Simone Prenzel / Frank Pfütze

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