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Taucha Neue Beratungsangebote werden noch nicht angenommen
Region Taucha Neue Beratungsangebote werden noch nicht angenommen
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21:00 19.01.2010
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„Das muss sich erst herumsprechen“, weiß Bettina Noack. Sie saß vorige Woche in Raum 303 des Tauchaer Rathauses, um Leuten zu helfen, denen das Wasser finanziell bis zum Hals steht. Nur gekommen sei keiner, so Noack. Diesen Montag erging es ihrer Kollegin Daniela Ganczarski bei der Schwangeren- und Familienberatung ebenso.

Dabei haben beide bei ihrer Arbeit in der Außenstelle Eilenburg bereits etliche hilfesuchende Tauchaer kennen gelernt. Das sei schließlich der Grund gewesen, das Hilfeangebot auch in Taucha selbst anzubieten, so Ganczarski. „Wir wollen näher beim Bürger sein“, fasst es Noack zusammen.

Das Awo-Beratungsangebot ist kostenlos, wird vom Kreis Nordsachen gefördert. Immer am ersten und dritten Montag im Monat findet von 9 bis 12 Uhr die Schwangeren- und Familienberatung in Zimmer 303 des Tauchaer Rathauses statt, am zweiten und vierten Montag wird zur selben Zeit die Schuldnerberatung angeboten.

Thematisch breit gefächert ist die Schwangeren- und Familienberatung. Diese umfasse neben der gesetzlichen Schwangerenkonfliktberatung auch Fragen zum Thema Mutterschutz, Elterngeld, Unterhalt oder Sorgerecht, erklärt Ganczarski. Viele, die durch ein Kind finanzielle Engpässe befürchten, könnten zum Beispiel einen Antrag auf Unterstützung stellen bei der Bundesstiftung Hilfen für Familie, Mutter und Kind, erzählt sie. Dort würden Frauen etwa für die Erstausstattung des Babys vom Kinderbett bis zum Flaschenwärmer finanzielle Unterstützung erhalten. Bei der selben Stiftung könnten auch Familien, die durch ein schwerwiegendes Ereignis in Not geraten sind, finanzielle Hilfe etwa zum Kauf von Waschmaschine, Bett oder Kühlschrank erhalten – sofern gewisse Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. „Wir beraten darüberhinaus auch zu Mutter-Kind-Kuren und vermitteln die Frauen an Einrichtungen des Müttergenesungswerkes“, erzählt Ganczarski. Sie übernehme dabei die gesamte Antragstellung.

Ähnlich komplex ist die Schuldnerberatung. Diese übernehme keine Schulden und sei auch keine Rechtsberatung, so Noack. Sie könne aber neue Perspektiven aufzeigen, Probleme mit Arbeitgeber, Vermieter oder Behörden besprechen, Forderungen der Gläubiger prüfen, Ansprüche auf soziale Leistungen wie Wohngeld klären und zusammen mit den Gläubigern Zahlungspläne erarbeiten.

Die Beratung ist wie die der Schwangeren und Familien vertraulich, die Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

Jörg ter Vehn

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