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Neue Dauerausstellung zu Tauchas Geschichte

Museumskonzept fertiggestellt Neue Dauerausstellung zu Tauchas Geschichte

Die Geschichte Tauchas wird nicht neu geschrieben, aber sie wird neu sortiert und neu präsentiert. Dafür hat die Stadt ein fundiertes Ausstellungskonzept erarbeiten lassen, das nach den noch ausstehenden internen Abstimmungen Grundlage für eine ganz neue Ausstellung sein soll. Ebenfalls neu wird der Standort sein: das Rittergutsschloss.

Museumsleiterin Ricarda Döring mit dem neuen, 56 Seiten starken Ausstellungskonzept für das Städtische Museum Taucha.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Die Geschichte Tauchas wird nicht neu geschrieben, aber sie wird neu sortiert und neu präsentiert. Dafür hat die Stadt ein fundiertes Ausstellungskonzept erarbeiten lassen, das nach den noch ausstehenden internen Abstimmungen Grundlage für eine ganz neue Ausstellung sein soll. Ebenfalls neu wird der Standort für das künftige Städtische Museum Taucha sein: das Rittergutsschloss im Haugwitzwinkel 1.

Noch klingt alles etwas nach Zukunftsmusik. Denn einen Zeitplan und Kostenrahmen für das Museumsprojekt gibt es noch nicht. „Aber der Anfang ist gemacht. Mit dem Konzept haben wir eine Basis für eine völlig neu konzipierte Ausstellung“, sagt Ricarda Döring. Auf Details möchte die Museumsleiterin noch nicht eingehen. Zunächst soll das Papier in den Ausschüssen beraten werden. Außerdem werde es Anfang März in Gesprächen mit Vertretern des Kulturraumes Leipziger Raum eine Rolle spielen. Überzeugt das Konzept, könnte die Stadt durchaus mit Fördermitteln rechnen.

Kein Geheimnis ist, dass es bei der 56-seitigen Mappe um die Präsentation einer Dauerausstellung geht. Döring standen dabei Fachleute der Leipziger „Zeitläufer“, einer Agentur für Ausstellungen, zur Seite. Die Architekten, Grafikdesigner und Historiker haben vom Juni bis Dezember vorigen Jahres im Auftrag der Stadt maßgeblich am Zustandekommen des neuen umfangreichen Ausstellungskonzeptes mitgearbeitet.

Bei Dörings Beschreibung der mehrmonatigen Arbeit fallen Stichworte wie Leitgedanken, Ebenen, Bereich, Texte, szenografischer Ansatz oder Nutzungskonzept. Und da das Städtische Museum künftig feste Räume im Rittergutsschloss auf dem Schlossberg beziehen soll, ging es auch um Wegeführungen, Mobiliar, Baumaßnahmen und um ein Sicherheitskonzept. Die Museumsleiterin ist mit dem Ergebnis des gemeinsamen Schaffens zufrieden. In der Hand hält sie nun nach eigenen Worten eine Art „Ausstellungsdrehbuch“. Die studierte Museologin habe sich mit ihrem Fachwissen und Kenntnissen um die Exponate eingebracht. „Es wird nichts verworfen, was bereits in der Vergangenheit an Wissen und Objekten zusammengetragen wurde. Denn das ist die Hauptbasis des Konzeptes, das nach der Sichtung des Fundus’ erstellt wurde“, so Döring. Nun ist sie auf die Beratungen gespannt. „Natürlich ist das Konzept in seiner jetzigen Form kein Dogma. Der Förderverein Schloss Taucha ist in die Pläne für das Museum mit einbezogen. Aber auch alle anderen Vereine, die Interesse haben, können sich mit einbringen, wenn das Konzept dann in die öffentliche Diskussion geht“, verspricht die 31-Jährige.

Sie selbst sieht auf dem Schlossberg noch enormes Potenzial für die Parthe-stadt und deren Image. „Das ist ein schlafender Riese“, so Döring. Das hatte auch Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP) bereits ähnlich während des Neujahrsempfangs der Stadt angesprochen und angekündigt, auf die Ideensuche für ein schlüssiges Gesamtkonzept gehen zu wollen. So ist die Einrichtung des Städtischen Museums auf diesem historischen Areal, das als die Wiege der Stadt Taucha gilt, schon ein Schritt für solch ein Konzept. In all den ausstehenden Beratungen wird auch zu klären sein, ob das auf dem Schlossberg bereits vom Förderverein betriebene Rittergutsmuseum in die Ausstellung integriert wird oder eigenständig bleibt.

Dass bisher auf diesem einst vernachlässigten Gelände schon so viel entstanden ist, die Stadt einige Investitionen in die Infrastruktur auf den Weg brachte und hier jetzt Kulturveranstaltungen stattfinden können, ist dem engagierten Schlossverein zu danken. Der hatte ja schon seit Jahren größere Aufmerksamkeit der Stadt für diesen historischen Flecken eingefordert. Nun soll mit dessen Weiterentwicklung ein neues Kapitel in der Geschichte des Schlossberges aufgeschlagen werden.

Von Olaf Barth

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