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Taucha Neue Schulleiterin will bessere Außenwirkung
Region Taucha Neue Schulleiterin will bessere Außenwirkung
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18:38 05.11.2017
Kathrin Beer ist die neue, kommissarische Leiterin der Oberschule in Taucha. Zuletzt hatte sie an einer deutschen Schule in Saudi-Ararbien gearbeitet. Quelle: Olaf Barth
Schkeuditz

Seit ihrem Dienstantritt ist ein Vierteljahr vergangen, inzwischen ist Kathrin Beer den knapp 500 Schülern und 35 Lehrern als neue kommissarische Leiterin der Tauchaer Oberschule auch durch persönliche Kontakte bekannt. „Ich hatte mich natürlich im Kollegium und in allen Klassen vorgestellt und fühle mich sehr gut aufgenommen. Mir gefällt die freundliche Atmosphäre hier“, sagt die 52-jährige Tauchaerin. Die Deutsch- und Geschichtslehrerin hatte zuletzt sechs Jahre an einer deutschen Schule in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad unterrichtet und davor fünf Jahre am Heisenberg-Gymnasium in Leipzig gearbeitet.

Die Löwenskulptur vor dem Schulgebäude kennt die verheiratete Mutter eines Sohnes (32) und einer Tochter (29) seit ihrer Kindheit, da die Großeltern gleich in der Nähe wohnten. Auch als Wahlbüro hatte sie die Schule schon kennengelernt. „Ich bin begeistert und beeindruckt, was hier in den letzten Jahren passiert und voran gegangen ist. Sehr gefreut habe ich mich zum Beispiel über die moderne Technik wie die Smartboards. Die hatte ich in Saudi-Arabien auch, es lässt sich gut damit arbeiten“, berichtet die neue Schulleiterin. Doch auch andere Erfahrungen brachte Beer aus der Zeit im Ausland mit. „Über den Tellerrand zu schauen ist immer hilfreich für die eigene Arbeit. Wenn man mit Kindern und Eltern anderer Kulturkreise zusammentrifft, lernt man, mit der Vielfältigkeit und dem Auf und Ab gelassener umzugehen. Ich bleibe jetzt ruhiger, auch wenn mich etwas ärgert“, beschreibt die Pädagogin. Das Bewusstsein, manche Vorhaben nur Schritt für Schritt und nicht von jetzt auf gleich umsetzen zu können, mache sie gelassener. „Aber ich will alles gut machen. Deshalb gehe ich es zwar ruhig an, aber bleibe konsequent dran, das habe ich auch gelernt“, sagt die Schulleiterin lächelnd.

So wolle sie nicht locker lassen, für eine stärkere Außenwirkung der Schule zu sorgen. „Dafür haben wir eine Steuerungsgruppe gegründet, für die sich gleich Kollegen zur freiwilligen Mitarbeit gefunden haben“, erzählt Beer. Unter diesem Aspekt werden auch das Hoffest im nächsten Jahr und der fächerverbindende Unterricht eine Rolle spielen. Darüber soll auch beim nächsten pädagogischen Tag geredet werden. Es gebe gute Grundlagen für die Weiterentwicklung der Schule. „Dabei helfen mir auch die Vorstellungen der Kollegen. Das Miteinander mit ihnen ist mir ganz wichtig“, erklärt die Schulleiterin, der als Stellvertreter der Informatik-, Technik- und Mathelehrer Mathias Götzl zur Seite steht. Für die Ganztagsangebote hat Kathrin Beer eine Theaterpädagogin gewinnen können. Zum Hoffest nächstes Jahr soll das Prämierenstück aufgeführt werden, so die Idee.

Beer will einen engen Kontakt zu den Eltern und zum Förderverein pflegen. Ebenso setzt sie auf eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Darauf sei sie schon bei der Lösung eines Problems angewiesen, das ihr und den Kollegen unter den Nägeln brennt: „Es geht um Schallschutz. Zu den Stoßzeiten ist es sehr laut in den Gängen, weil der Hall hier sehr stark ist. Hier setze ich mich für Besserungen ein. Das wird nicht billig und wird sicher nicht gleich gehen, aber wir bleiben da dran, dann wird es auch“, ist sich Beer sicher.

Wenn die Direktorenstelle irgendwann richtig ausgeschrieben wird, werde sie sich auf jeden Fall bewerben. „Ich würde hier gern als Schulleiterin weiter machen. Es macht viel Spaß, ich mag die Kollegen und Schüler sehr.“

Von Olaf Barth

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