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Neuer Tauchaer Solarpark löst Kohlenhof ab

Neuer Tauchaer Solarpark löst Kohlenhof ab

Statt schwarzen Staubs gibt es nun "saubere Energie": Auf dem Gelände des ehemaligen Kohlenhofes an der Matthias-Erzberger-Straße in Taucha werden seit voriger Woche Solarmodule aufgebaut.

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Auf dem alten Tauchaer Kohlenhof wird derzeit gerade eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Bis Weihnachten soll sie produktionsbereit sein.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Spätestens bis Weihnachten soll die Photovoltaik-Anlage anschlussbereit sein.

Es hatte lange gedauert und viele Diskussionen gegeben, bis es für die Photovolatik-Anlage im Stadtrat Taucha mehrheitlich grünes Licht gab (die LVZ berichtete). Doch nun geht alles ganz schnell: Seit voriger Woche ist die Oschatzer ESO Anlagenbau GmbH dabei, die Solarmodule zu montieren. Schon ist kaum noch etwas von der erst unlängst freigeräumten Fläche zu sehen. Im Eiltempo waren von den rund 20 Arbeitern die Trägergestelle errichtet und ein Großteil der Solarmodule daran befestigt worden.

Doch trotz dieses gut sichtbaren Baufortschritts schaute Falk Zeuner gestern Früh nicht gerade fröhlich auf das Geschehen. Und das lag nicht am trüben, nasskalten Herbstwetter. Vielmehr hatte der Geschäftsführer der Leipziger Terrawatt Planungsgesellschaft mbH auf dem Gelände die Polizei zu Besuch. Die Beamten des Eilenburger Revieres mussten kommen, weil in der Nacht zuvor Unbekannte mit einem Transporter auf das Gelände gefahren waren und 150 Solarmodule einfach aufgeladen und gestohlen hatten. "Das hätte der Wachdienst doch eigentlich merken müssen", sagte der Firmenchef verärgert. Die Polizei jedenfalls hat den Tatort untersucht und die Ermittlungen aufgenommen.

Die Terrawatt, ein Dienstleister im Bereich erneuerbarer Energien. Die Firma hatte das Gelände erst vergangenen Freitag offiziell von der Chemnitzer Rheinbraun Brennstoff GmbH übernommen. Und sogar eine größere Fläche, als ursprünglich bekannt war. Denn entwickelt worden war das Projekt von der in Apolda ansässigen Wohnconsult Immobilien GmbH (WCI). Deren Kaufabsicht hatte sich aber nicht auf das komplette Gelände bezogen. Doch die WCI trat zurück, wie gestern Sylvelin Neumann vom bisherigen Grundstückseigentümer mitteilte. Stattdessen hatte die Terrawert Interesse gezeigt und das Gelände sogar komplett erworben. Somit waren davon nun auch jene Flächen betroffen, auf denen sich noch die Kohlenfirma Saxonia Taucha GmbH befand und das Tierheim Taucha sich noch immer befindet. "Wir sind ja immer bestrebt, so ein Grundstück als Ganzes zu verkaufen. Mit der vorfristigen Kaufpreiszahlung und der Objektübergabe vergangenen Freitag ist alles zu unserer Zufriedenheit gelaufen", sagte die Rheinbraun-Immobilien-Beauftragte. Mehr als 27 000 Quadratmeter wechselten so den Besitzer. Die Terrawatt übernahm damit auch den Mietvertrag mit dem Tierheim.

Noch im September sah es danach aus, als würde der Kohlenverkauf auf der ursprünglich nicht verkauften Fläche weitergehen können. Doch inzwischen sind auch die letzten Kohlenbunker abgerissen und das Büro der Saxonia leer geräumt worden. "Die Stammkunden werden jetzt von Grimma aus mit betreut", sagte Neumann. Den Solarpark an dieser Stelle sieht sie als Bereicherung für die Stadt: "Wir hatten ja berechtigte Einsprüche von Anwohnern wegen des Kohlenstaubs. Dass sich das nun erledigt hat, ist meiner Meinung nach ein Gewinn für Taucha."

Auf zirka zwei Hektar der Fläche stellt die Terrawatt rund 5000 Module auf. Die damit produzierte Leistung gibt Zeuner mit 1,3 Megawatt Peak (MWp) an. Weihnachten soll die Anlage produktionsbereit sein. Die Höhe der Investition bezifferte Zeuner auf rund 1,3 Millionen Euro. "Unser Ziel ist es, umliegende Gewerbetreibende mit Strom zu versorgen" , sagte er. Vorerst wolle Terrawert diese Anlage behalten. Zeuner schloss aber nicht aus, dass dieses Photovoltaik-Areal später möglicherweise weiter verkauft wird.

Dass das Geschehen nun von der Straße aus gut beobachtet werden kann, liegt nicht nur am Abriss der alten Kohlenbunker. Auch der ganze Wildwuchs wurde größtenteils entfernt. "Wir sind damit noch nicht ganz fertig, später kommt auch ein ordentlicher Zaun hin", kündigte Zeuner an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.12.2013
Olaf Barth

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