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Taucha Neuer „Teddyfilter“ schützt die Parthe
Region Taucha Neuer „Teddyfilter“ schützt die Parthe
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10:00 24.11.2011
„Teddystoff“ fürs Abwasser: Rund 30 Quadratmeter Filterfläche bietet jedes der beiden Module mit dem Spezialstoff, die gestern beim Ausbau des Klärwerks Taucha eingesetzt wurden. Lorenz Grätzl (r.) überwacht die Millimeterarbeit. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Gestern wurden zwei mit dem Spezialstoff bespannte Filter einer Schweizer Firma in die vorbereiteten Becken hinter der Nachklärung eingebaut. Lorenz Grätzl, der schon mehr als 50 Filter dieser Art von der Karibik über Russland bis Shanghai eingebaut hat, überwachte auch in Taucha die Millimeterarbeit.

Rund 30 Quadratmeter Filterfläche habe jedes Modul, erklärte er. Das Abwasser dringe durch den Stoff, werde dadurch auch von kleinsten Partikeln befreit. „Das geht runter bis in den mµ-Bereich“, so der Filterfachmann – also auch Teilchen in der Größe von Bruchteilen von Millimetern würden herausgefiltert. Über eine Art Abstreifer mit Staubsauger werde der Filter gereinigt, der sich dafür langsam in seiner Vorrichtung drehen kann.

„Die Ablaufwerte der Anlage werden dadurch besser als vorgeschrieben“, freute sich Projektleiterin Simone Stein von der Kommunalen Wasserwerken. Das habe auch finanzielle Vorteile für das Unternehmen: „Wir sparen dadurch bei den Abwasserabgaben.“ Bis zu 140 Liter Wasser pro Sekunde könnten die beiden zusätzlichen Filter reinigen, die Anlage nach der Ertüchtigung insgesamt bis zu 500 Kubikmeter Wasser pro Stunde verarbeiten. Die beiden Filter würden auch benötigt, um bei Starkregenereignissen und einem Abschlag von übermäßigem Wasser die Ablaufwerte in die Parthe zu verbessern, erklärt Stein ein Beispiel.

Wie berichtet, wird das Klärwerk seit diesem Jahr ausgebaut, die Kapazität um die Hälfte erhöht, um den veränderten Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Eine Reihe von Maßnahmen haben die KWL dabei vorgesehen. So ist ein zweiter Schlammspeicher vorgesehen und bereits rohbaufertig. Eine zusätzliche Rechenanlage soll zudem schwere Stoffe im Abwasser noch vor den eigentlichen Reinigungsstufen des Klärwerks abschöpfen. Hierfür sind die Rohbauarbeiten ebenfalls schon weit fortgeschritten. Stein. „Wir hatten wirklich viel Glück mit dem Wetter.“ Ein neues Schalthaus ist zudem entstanden, das auch vom Personal genutzt werden kann.

Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig investieren in diesem und im nächsten Jahr zusammen 2,8 Millionen Euro in den Umbau.

Jörg ter Vehn

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