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Taucha Neues Wohngebiet im Tauchaer Osten
Region Taucha Neues Wohngebiet im Tauchaer Osten
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16:38 15.01.2018
Die alten Hallen (rechts) des ehemaligen Kombinates Industrielle Mast (KIM) werden abgerissen, ehe auf diesem Gelände ein neues Wohngebiet entsteht. Dieses wird sich zwischen Eilenburger und Dewitzer Straße befinden. Links hinten ist der Gebäudekomplex der Wyn-Passagen zu sehen, daneben ein Wohnblock der Mehrfamilienhäuser „An der Mühle“. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Auf einer Fläche von 7,2 Hektar soll in den nächsten Jahren ein weiteres neues Wohngebiet in Taucha entstehen. Der Stadtrat gab vergangene Woche grünes Licht für die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 55 „Gartenstadt“. Insgesamt sollen hier circa 100 Wohneinheiten gebaut werden, auch mehrgeschossige Gebäude seien denkbar, hieß es dazu in der Stadtratssitzung.

Wer derzeit von den Wyn-Passagen an der Dewitzer Straße oder vom benachbarten Wohngebiet „An der Mühle“ (KIM-Siedlung) nördlich in Richtung Eilenburger Straße blickt, sieht vor allem Brachflächen sowie große, alte Hallen. Hier befand sich einst das Betriebsgelände des Kombinates Industrielle Mast (KIM). Nach der Wende hatten sich hier kleinere Unternehmen eingemietet, deren Verträge inzwischen aber gekündigt wurden. Denn im Rahmen der Entwicklung dieses Gebietes werden die alten KIM-Hallen abgerissen. Problem: Der Aufstellungsbeschluss gibt das Ziel vor, „den ehemaligen Gewerbestandort zu schleifen, zu entsiegeln und gemeinsam mit dem westlich angrenzenden, unbebauten Bereich um die alte Sandgrube zu einem infrastrukturell günstig gelegenen Wohnstandort zu entwickeln“.

Abgestimmt mit Bauleitplanung

Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein erläuterte den Aufstellungsbeschluss und verwies dabei zugleich auf künftige Vorhaben. Denn dass die mit dem Beschluss erneute Ausweitung von Bauland in Taucha im gleichen Tempo unvermindert weitergehen wird, sei nicht zu erwarten. Der Trend werde sich abschwächen. Deshalb werde es künftig im Rahmen des Technischen Ausschusses um die Erarbeitung eines Entwurfs für die Leitlinien in den nächsten fünf bis zehn Jahren gehen. „Aber dieses Baugebiet jetzt ist schon seit längerem in der Diskussion und mit der eigenen wie auch mit der überregionalen Bauleitplanung abgestimmt“ erklärte Stein. Ursprünglich seien für das jetzt zu überplanende Gebiet je nach Eigentümer drei verschiedene Planbereiche vorgesehen gewesen.

So war es im Dezember 2016 auch gegenüber der LVZ erklärt worden (die LVZ berichtet). „Aber diese Vorstellungen mussten wir noch einmal überarbeiten. Denn die Verknüpfungen auf diesem Areal bei diesem Vorhaben sind so eng, dass nun die Planung gemeinsam unter dem Titel , Gartenstadt’ entwickelt wird“, erklärte Barbara Stein. So werde nach dem nun erfolgten Neustart der Planungen gemeinsam mit allen Eigentümern ein städtebauliches Konzept für das Gelände entwickelt.

Verbindung zu Wyn-Passagen

Darin enthalten werden wohl auf jeden Fall folgende Punkte sein: Die von der B 87-Ampelkreuzung „Pönitzer Dreieck“ auf das Gelände zuführende Pönitzer Straße werde als Haupterschließungsstraße verlängert und könnte das „Rückgrat“ der künftigen neuen Siedlung bilden. Außerdem sei eine großzügige Begrünung des Gebietes vorgesehen, die dem Namen „Gartenstadt“ auch gerecht wird. Und schließlich gelte es, auch Handels- und Kindereinrichtungen zu berücksichtigen, die sich zum Beispiel entlang der Eilenburger Straße befinden könnten. Die fußläufige Verbindung zu den Wyn-Passagen, zur Dewitzer Straße und angrenzenden Wohnsiedlungen soll gewährleistet werden.

Ob und wie viel Geschosswohnungsbau errichtet wird, müsse im Rahmen des zu erarbeitenden städtebaulichen Entwurfs geklärt werden. Der Übergang zu vorhandener Bebauung soll harmonisch erfolgen. Außerdem müsse aufgrund des Vorhabens auch der Flächennutzungsplan in einem Parallelverfahren geändert und der neuen Sachlage angepasst werden. Die Stadträte stimmten mit großer Mehrheit bei nur einer Enthaltung für den Aufstellungsbeschluss und damit für die Entwicklung dieses neuen, großen Wohngebietes im Osten von Taucha.

Von Olaf Barth

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