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Taucha Neujahrsspaziergang für naturverträgliche B-87-Trasse
Region Taucha Neujahrsspaziergang für naturverträgliche B-87-Trasse
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14:56 19.05.2015

Um unter dem Slogan "Spazieren statt Asphaltieren" ein Zeichen gegen die umstrittene Trassenführung de neuen B 87 durch die Parthenaue zu setzen, trafen sich beim 12. Neujahrsspaziergang der Nabu-Regionalgruppe Partheland mehr als 50 Teilnehmer aus Taucha und den umliegenden Ortsteilen und Gemeinden zur Wanderung. Auch aus Knautkleeberg, Bad Lausick und Leipzig kamen die Teilnehmer, die am ersten Tag das Jahres 2014 von Taucha aus entlang der Parthe, vorbei an der Mühle Plösitz, bis zur Parthebrücke in Dewitz spazierten. Sie taten dies offensichtlich nicht nur, um damit Körper und Geist etwas Gutes zu tun. Das erklärten zum Beispiel die Sehliser Angelika und Uwe Scheide, die, wie viele andere auch, schon mehrfach dabei waren. "Wir wollen mit unserer Teilnahme an dieser Aktion erreichen, dass das Thema B 87 n nicht aus dem Bewusstsein der Verantwortlichen und auch der Bewohner Parthenaue verschwindet."

"Dass es sich lohnt, sich für die Erhaltung der Parthenlandschaft einzusetzen, habe ich bei unserer Wanderung besonders dort versucht anschaulich zu erläutern, wo die Natur durch positiv veränderte Umwelt- und Nutzungsbedingungen zurückgekommen ist", so Organisator Heiko Thonig, der Vorsitzende der Nabu-Regionalgruppe. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz, hätte aber gerne Kommunalpolitiker unter den Teilnehmern gesehen. Grünen-Stadtrat Roland Gasch war zwar als Spaziergänger mit dabei, aber als "interessierter Bürger", wie er sagte, in privater Mission.

Die letzten öffentlichkeitswirksamen Aktion seien die Baum- und Strauchpflanzungen im November letzten Jahres, aber auch das Aktionscamp "B 87 n - mach dich vom Acker!" im Juli in Sehlis gewesen, resümierte Thonig. "Im Moment ist zum Thema B 87 n noch alles offen, wir warten auch noch auf eine offizielle Reaktion vom Freistaat auf die parteienübergreifende Tauchaer Erklärung, die sich gegen die Querung der Parthenaue richtet", so der Nabu-Chef, der, wie auch die Bürgerinitiativen "Alternative B 87" und "Erhalt der Parthenaue und Endmoränenlandschaft", auf klare Antworten aus Dresden gespannt ist.

Als die Teilnehmer nach einer reichlichen Stunde in Dewitz ankamen, hatte Thonigs Stellvertreter Jens Frenkel mit seiner Ehefrau Silke schon Stollen aus Heidenau sowie Plätzchen und Kaffee zur Stärkung vorbereitet. Margot und Werner Willmer aus Leipzig, die ihren Sohn Steffen bereits mehrmals beim Spaziergang begleiteten, hatten sich schon während des ganzen Marsches darauf gefreut. Traditionell wurde auch der von der B-87n-Aktivistin Heike Schröger gebackene "B 87 n Nein Danke"-Protestkuchen" angeschnitten.

Beim Kirschglühwein von Bernd Klauer drehten sich die Gespräche natürlich weiter um die Trassenführung, wobei auch diskutiert wurde, dass man in Dresden ob der bevorstehenden Landtagswahl das Thema vielleicht gar aussitzt oder ob sich der Freistaat mit der Übergabe der Planungshoheit für die B 87 n an die private Projektmanagementgesellschaft Deges vielleicht nicht doch noch aus der politischen Verantwortung stehlen will. "Wir bleiben dran!", waren sich die Teilnehmer einig. Reinhard Rädler

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.01.2014
Reinhard Rädler

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