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Taucha Neujahrswanderung gegen den Bau der B87n
Region Taucha Neujahrswanderung gegen den Bau der B87n
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12:48 04.01.2010
In der kleinen Sehliser Dorfkirche versammeln sich die Neujahrswanderer, die gegen den Bau der geplanten B87n durch die Parthenaue protestieren. Quelle: Jörg ter Vehn
Taucha

Rund 50 Unerschrockene waren an der Dewitzer Kirche gestartet, ein paar mehr sogar noch an der Panitzscher Parthebrücke. Im kleinen Sternmarsch ging es nach Sehlis, wo in der kleinen, aber feinen Dorfkirche die Wanderhungrigen Stärkung erfuhren: Sie konnten die B87n in Kuchenform verspeisen und damit zeigen, wie sehr sie die Neubaupläne gefressen haben. Heißer Apfelmost und vom Obsthof Dottermusch gespendete Äpfel taten ein Übriges zur guten Laune nach dem Schneemarsch.In der Kirche erinnerte Partheland-Vorsitzender Heiko Thonig an den Weg des Widerstands gegen die Straßenbaupläne, die verschiedenen Verfahren und die darin vieltausendfach vorgebrachten Einwände (die LVZ berichtete). „Wir werden wahrgenommen von der Politik“, sagte Thonig, „und wir sind uns der Aufmerksamkeit bewusst.“ Thonig erläuterte die Haltung des Nabu, der für einen Neubau der B87 keinen Bedarf sehe. Es gebe zwar große Verkehrsprobleme mit der alten B87 in Taucha, aber auch schon seit Jahren Pläne, dagegen innerörtlich etwas zu tun. Der Nabu hatte in früheren Versammlungen wie auch die Stadt Taucha selbst deutlich gemacht, dass selbst anhand der vom Autobahnamt vorgetragenen Zahlen ein Neubau der B87n das Tauchaer Verkehrsproblem nicht löst. Der Nabu wünschte allen Besuchern „ein gesundes und B87-freies Jahr 2010“.Pfarrer Gottfried Edelmann dankte den Wanderern, nicht nur gute Vorsätze zu haben, „sondern sich auch auf den Weg zu machen“. Denn da, wo sich Menschen mit Gottvertrauen einsetzen, könne auch etwas bewegt werden.Dirk Werner von der Tauchaer Bürgerinitiative „Alternative B87“ meinte, schon viel erreicht zu haben mit der Bewegung. „Aber die Politiker werden nichts unversucht lassen, die Vorzugsvariante durchzusetzen“, sagte er. „Wir werden 2010 viel Kraft brauchen“, mahnte er.„Wir haben den Lauf gegen die Behörden begonnen“, erklärte Mathias Leutert von der Panitzscher Bürgerinitiative und erinnerte an eine aktuelle Erklärung der Rechnungshöfe, wonach viele Straßen in Deutschland bereits zu groß oder vollkommen unnötig gebaut wurden. Die Arbeit der Initiativen werde von den Behörden ernst genommen, so Leutert, wenngleich die Landesdirektion nicht bereit sei, über die „Ungeheuerlichkeit“ mit ihnen reden zu wollen, dass im Raumordnungsverfahren so getan werde, als ab die Fortschreibung des Regionalplanes bereits geschehen sei.Wie berichtet, verzögert sich aber dieses Verfahren wegen den 2000-fach vorgetragenen Einwänden von Bürgern. Leutert versprach, dieses Thema an höherer Stelle vorzutragen und auf Landes- und Bundespolitiker zuzugehen zu wollen. Denn letztlich sei dort über den Neubau der Straße entschieden worden.

Jörg ter Vehn

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