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Taucha Öffnung der Klebendorfer Straße nicht mehr ausgeschlossen
Region Taucha Öffnung der Klebendorfer Straße nicht mehr ausgeschlossen
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00:26 08.06.2015
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Taucha

So schnell, wie jetzt neue Wohnsiedlungen erschlossen und gebaut werden, so dringend wird eine Entscheidung darüber nötig, wie künftig der Verkehr organisiert werden soll. Zum Beispiel im Bereich Klebendorfer Straße und Gärtnerweg. Doch die Interessen der Anwohner dort sind sehr unterschiedlich.

"Wir sind dafür, dass die Klebendorfer Straße zur Otto-Schmidt-Straße hin geöffnet wird, das ist unser Vorschlag", bekräftigte gestern Anwohnerin Barbara Haupt aus dem Gärtnerweg die Meinung der dort wohnenden Tauchaer. Das war auch schon in einer Einwohnerversammlung sowie während der Bürgerfragestunden in öffentlichen Stadtratssitzungen so kommuniziert worden. Denn der Gärtnerweg hat sich über die Jahre als Schleichweg von und zur Otto-Schmidt-Straße entwickelt. Dass der Gärtnerweg nun im Zuge des dort entstehenden neuen Wohngebietes grundhaft ausgebaut und verbreitert wird, überraschte und verärgerte die Anwohner (die LVZ berichtete).

Die Otto-Schmidt-Straße ist nicht nur jene Zufahrt, die in das Gewerbegebiet An der Autobahn mit McDonalds, Garten Dehner oder Möbel Kraft führt, sondern sie ist kurz vor der Autobahn eben auch sehr gut an die B 87 angeschlossen. Wer nach einer Fahrt durch den schmalen Gärtnerweg an dieser Kreuzung ankommt, hat in Taucha den innerstädtischen Stau umfahren. Und das gilt in beiden Richtungen. Dabei endet der Gärtnerweg mitten im kleinteiligen Wohngebiet an der Sommerfelder Straße. Auch dort befürchten Anwohner nicht nur wegen des neu entstehenden Wohngebietes am Gärtnerweg mehr Verkehr. Auch der grundhafte Ausbau und die Verbreiterung der dann zweispurig angelegten Straße auf 5,50 Meter könnte nach seiner Fertigstellung noch mehr Kraftfahrzeuge auf diesen Schleichweg locken. Die Anwohner der Wohngebiete schlossen sich jüngst bei einem Straßen-Grillfest zusammen, diskutierten dabei mit Stadträten und tauschten Kontakte aus, um künftig für ihre Interessen an einem Strang zu ziehen. "Es kann nicht sein, dass wir hier den ganzen Verkehr haben und in der Klebendorfer Straße rollt nichts", plädiert Barbara Haupt für eine gleichmäßige Verteilung der Verkehrsströme.

Die Klebendorfer Straße verläuft parallel zum Gärtnerweg und ist derzeit mit Pollern von der Otto-Schmidt-Straße abgetrennt. Stadtverwaltung und Stadtrat haben mit dem Ziel, eventuell eine Öffnung dieser Stelle zu ermöglichen, die Änderung des entsprechenden Bebauungsplanes auf den Weg gebracht. "Im März 2016 wird der Verkehr untersucht und es eine Zählung geben. Die Öffnung der Klebendorfer Straße ist noch nicht beschlossen. Aber es ist eine öffentliche Straße, auf der auch Verkehr fließen kann, wenn sich eine Öffnung als sinnvoll erweist", sagte Schirmbeck.

Inzwischen existiert ein Offener Brief eines Anwohners aus der Klebendorfer Straße an die Stadtverwaltung und die LVZ. Bei aller Polemik in diesem Schreiben bleibt doch ein Kern, der die Sorgen der Bewohner dort ganz real beschreibt: "Eine Öffnung der Klebendorfer Straße würde neben dem gesamten Anwohner- und Lieferverkehr südlich der Leipziger Straße (B 87) auch den Fernverkehr als Ausweichmöglichkeit anziehen. Wir werden uns das nicht gefallen lassen!"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.06.2015
Olaf Barth

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