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Taucha Offene Korrespondenz zu Tauchas Sicherheit
Region Taucha Offene Korrespondenz zu Tauchas Sicherheit
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14:34 19.05.2015

Nachdem er auf seinen ersten Brief eine Antwort erhielt, schreibt er jetzt eine Offene Antwort.

Von einem Autodiebstahl war Michael Sehlert 2012 bereits selbst betroffen. Wegen der in jüngster Zeit gehäuft auftretenden Pkw-Diebstähle verfasste der Parthestädter einen Offenen Brief an Tauchas Bürgermeister. Darin fragte er, ob Taucha ein Sicherheitsproblem habe und forderte ein neues Sicherheitskonzept für die Stadt und eine verbesserte Sicherheit in den Tiefgaragen. Außerdem müsste auf den Straßen die Polizei sichtbar sein. Der Tauchaer schlug vor, eine Sicherheitskonferenz mit beteiligten Institutionen und interessierten Bürgern einzurichten (die LVZ berichtete).

Auf Sehlerts Brief antwortete Schirmbeck: "Mir liegen keine statistischen Auswertungen zur Kriminalitätssituation in Taucha vor. Damit ist eine objektive Betrachtung der tatsächlichen Situation nicht möglich." Der Zuständigkeit halber habe Schirmbeck Sehlerts Schreiben an den Polizeipräsidenten des Leipziger Präsidiums, Bernd Merbitz, weitergeleitet. Auch die Leitung des Polizeireviers Nord habe das Schreiben des Parthestädters zugesandt bekommen. Zusätzlich hat Tauchas Bürgermeister um einen Gesprächstermin mit den oben Genannten gebeten, damit über geeignete Maßnahmen gesprochen werden kann. Auch wolle Schirmbeck den Vorschlag, einen "Runden Tisch Sicherheit" einzurichten, bei den Gesprächen anregen.

"Ich muss allerdings betonen, dass die Möglichkeiten der Kommunalpolitik sehr begrenzt sind", antwortete Schirmbeck auf Sehlerts Schreiben. Die "massive Verringerung" der Polizeipräsenz sei auf landespolitische Entscheidungen zurückzuführen. Deshalb seien die richtigen Ansprechpartner im Innenministerium und im Landtag zu suchen. "Politischer Einfluss ist in diese Richtung geltend zu machen", schrieb Schirmbeck.

"Mit ihrem Hinweis auf die Landespolitik haben Sie völlig Recht. Die Polizeireform in Sachsen gehört auf den Prüfstand. Nicht nur in Bezug auf Taucha", antwortet jetzt Sehlert. Deshalb werde er eine Online-Petition an den sächsischen Landtag richten. Den Verweis des Bürgermeisters auf noch nicht existierende Statistiken bedauerte der Tauchaer allerdings. "Wie Sie wissen, betreffen Statistiken immer nur die Vergangenheit. Hier geht es aber um die Gegenwart", schrieb er deshalb.

Auf Reaktionen der Tauchaer, die Sehlert zu seinem Offenen Brief ereilten, äußerte er: "Letztlich ist es doch ganz einfach: ein Brief wird nur wenig erreichen, bei zehn Briefen stöhnt zumindest die Sekretärin. Werden es aber mehr, muss es eine Reaktion geben." Das kann durchaus als Aufruf an die Parthestädter verstanden werden, selbst aktiv zu werden. "Nicht nur schimpfen, sondern schreiben!", heißt das für Sehlert zusammengefasst. "Ich kann keine pauschalen Lösungen anbieten. Ich möchte einfach nur anregen und Probleme aufzeigen - und nerven", sagte er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2014
Roland Heinrich

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