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Taucha Ohne Badinitiative kein Parthebad
Region Taucha Ohne Badinitiative kein Parthebad
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07:00 03.07.2017
Starker Einsatz des Teams „Bootscamp Hexenschuss“ gegen den späteren Gesamtsieger LC Taucha in den roten Trikots. Quelle: Reinhard Rädler
Taucha

Mit einem lustigen Drachenbootrennen erfolgte der Start in das Jubiläumswochenende des Parthebades Taucha. Vor genau zehn Jahren wurde es nach dreijähriger Schließung und vollständiger Modernisierung am 30. Juni 2007 wiedereröffnet.

Als um 2002/03 bekannt wurde, dass das Stadtbad aus sicherheits- und bautechnischen Gründen geschlossen werden muss, gründete sich die Förderinitiative „Komm mit, hab Spaß im Tauchschen Bad“. Erst gemeinsam mit dem damaligen Stadtmarketingclub, später dann als eigenständiger „Parthebadverein“ engagierten sich die Mitglieder mit vielen Aktionen für den Erhalt des weit über Tauchas Grenzen bekannten und beliebten Familienbades.

Letztendlich bekannte sich im Mai 2003 der Stadtrat zum Erhalt des Bades. Mit einem Kredit von über drei Millionen Euro und ohne Fördermittel schafften es die Stadt und die städtische Gesellschaft IBV schließlich doch, dass das Bad der Parthestadt wieder ein Anziehungspunkt für die Tauchaer und ihre Gäste aus nah und fern geworden ist.

Bisher zählte das neue Bad mehr als 340 000 Besucher. Das Erwachsenen-Ticket kostet vier Euro. Damit das Parthebad wirtschaftlich bei Plusminusnull herauskäme, müsste der Eintrittspreis aber dreimal so hoch sein und bei zwölf Euro liegen. Das lässt sich die Stadt Taucha also etwas kosten, denn jedes Jahr sind im Haushalt 250 000 Euro Investitionszuschuss enthalten. Hinzu kommen aktuell 55 000 Euro Betriebskostenzuschuss.

Dennoch sagt Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP), „dass die damals aufgrund des bürgerschaftlichen Willens getroffene Entscheidung für das Parthebad eine richtige Entscheidung war“. Die Einrichtung werde sehr gut angenommen und strahle weit über die Stadtgrenzen hinaus und gehöre damit zu den sogenannten weichen Standortfaktoren für Zuzugswillige.

Die aus dem mittlerweile aufgelösten Parthebadverein hervorgegangenen Parthebadfreunde blickten in einem Sketch auf etliche Episoden ihrer Aktionszeit und die zehnjährige Bad-Geschichte zurück. Die Frage nach einem Sprungturm stelle sich nicht, flachsten der 52-jährige Karsten Meyer und sein gleichaltriger Sketchpartner Frank Walter. Dem demografischen Wandel folgend wäre ein Fahrstuhl an der Rutsche eher angebracht.

An Altersgebrechen schienen die Badfreunde allerdings nicht zu leiden, denn immerhin schafften sie es beim Drachenbootrennen unter den zehn Paddler-Teams bis ins Finale, wo sie den Sportfreunden des LC Taucha jedoch nach dramatischem Kampf unterlagen. Bei allen Rennen stand natürlich der Spaß im Vordergrund, wenn die Teams im 12,5 Meter langen Drachenboot versuchten, ihren Gegnern die entscheidenden Zentimeter abzunehmen.

Aber Namen sind bekanntlich Schall und Rauch. Das mussten die Teams der „Gallier“, „Pinkfarbenen Höllenhunde“, „Firedragons“, der „Crew von Capt’n Jonas“ oder dem „Bootscamp Hexenschuss“ erfahren, denn gegen die Paddler vom Bauhof, der SG sowie des LC Taucha, der Freiwilligen Feuerwehr Taucha oder den Badfreunden hatten sie kaum eine Chance.

Nachdem das Drachenbootrennen am Freitag noch für eine gute Resonanz gesorgt hatte, war einen Tag später der Zuspruch zum Kinder- und Familienfest eher verhalten. Auch dieses Fest stand im Zeichen des zehnten Jahrestages der Wiedereröffnung des Familienbades nach seiner kompletten Modernisierung. Dabei hatte das Parthebad-Team mit Unterstützung des Tauchaer Jugendparlamentes, des Jugendklubs, der Badfreunde und der Pfadfinder eine bunte Spielstraße und viele Spiele am und im Wasser vorbereitet.

Unter anderem gab es auch Technik zum Anfassen vom THW Leipzig, von der Tauchaer Feuerwehr sowie vom Bauhof der Stadtverwaltung. Der Fußballverein SG Taucha 99 hatte seine große Hüpfburg für diesen Tag zur Verfügung gestellt, und im Schwimmbecken sorgte ein kleiner Aquafanpark aus Eilenburg für Badespaß. Aber wie so oft hatten die Parthebad-Freunde kein Glück mit dem Wetter.

„An uns hat es nicht gelegen, vielleicht haben die dicken dunklen Wolken die Besucher abgehalten“, meinte Badleiterin Maria Schindler etwas enttäuscht. Gute Stimmung kam trotzdem auf, als Jugendklubleiterin Stefanie Rothe mit Besuchern, dem Badmaskottchen Parthelino und seinem LVZ-Artgenossen Schlingel mit „Drums alive“ für ordentlich lebendige Bewegung sorgte.

Von Reinhard Rädler

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