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Taucha Opa Claus fliegt im Gyrocopter mit
Region Taucha Opa Claus fliegt im Gyrocopter mit
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16:35 19.05.2015
Der 84-jährige Leutzscher Claus Hentschel (links) dankt nach dem Rundflug über Leipzig im Gyrocopter begeistert seinem Piloten Günter Kinnemann. Quelle: Reinhard Rädler

"Der Jahrestag ist zwar erst im September, jetzt ist aber die bessere Jahreszeit", so Ronny Schäfer vom Aero Club Leipzig-Taucha. "Und unser alljährliches Altsegelfliegertreffen sowie das Jubiläum ,100 Jahre Flughafen Leipzig-Mockau', sind sicher auch gute Anlässe für diesen Tag der offenen Tür." Zu den Flugveteranen gehörte der Tauchaer Fritz Bernd. Der heute 86-Jährige hatte 1944 in Halle Nietleben seinen Flugschein gemacht, ist dann oft in Taucha gestartet und noch bis in die neunziger Jahre geflogen, allerdings dann mehr von der Wasserkuppe in der Rhön.

Während der Vorsitzende des Leipziger Vereins für Luftfahrt, Walter Rumpelt, einen Vortrag über die 100-jährige Geschichte des Mockauer Flughafens hielt, startete Schäfer mit Flugschülerin Sandra Schwalb zum Übungsflug mit einem Ultraleichtflugzeug vom Typ P 92. Denn an Fliegernachwuchs für seine fünf Maschinen ist der Verein nach wie vor interessiert. Inzwischen trafen auch die ersten Gäste auf dem Luftwege ein. Unter ihnen Ralf Moritz vom "Fliegenden Museum Großenhain" mit seinem Oldtimer des Typs "DH.82 Tiger Moth", Baujahr 1941. Auf dem Hinflug konnte sein Gast Gerald Pampel bei einem Umweg über Bad Düben gleich noch einen beruflichen Blick auf die Hochwassersituation der Mulde werfen.

Den ganzen Tag über ließen sich Segelflieger zu Übungs- aber auch zu Schnupperflügen in die Lüfte schleppen. Eine besondere Überraschung hatte sich die Familie von Claus Hentschel ausgedacht: Sie erfüllten ihrem im Januar 84 Jahre alt gewordenen Vater und Opa aus Leipzig-Leutzsch den Wunsch, "einmal so zu fliegen, wo ich mal alles sehen kann". Enkelin Katy erzählte, dass ihn bei seinem Flug nach Australien die relativ kleinen Fenster gestört haben. Und was ist da besser, als ein Flug mit dem hubschrauberähnlichen Gyrocopter mit freier Sicht nach rechts und links. Voller Stolz über ihren mutigen Opa verfolgte die Familie den Start. Nach einer knappen Stunde setzte Pilot Günter Kinnemann sein Fluggerät mit einem glücklichen Opa Claus wieder sicher auf. "Es war überwältigend", strahlte er nach dem Flug und umarmte seine Familie. "Es ging bis zum Auensee, über Leutzsch und Wahren zur Leipziger Messe und weiter bis zu den Lübschützer Teichen. Gut, dass ich mich etwas wärmer angezogen habe, denn da oben auf 600 Metern Höhe war es doch ganz schön frisch". Er habe sich sicher gefühlt, dankte er seinem Piloten.

Auf der anderen Seite des Flugfeldes, gegenüber dem Flugzeughangar, hat der Modell-Flug-Verein Leipzig-Taucha sein Domizil. Hier hatten etwa 40 Kinder des VDini-Clubs Leipzig (ein Projekt des Vereins Deutscher Ingenieure) die Gelegenheit, ihre selbstgebauten Flugzeuge starten zu lassen. Die neun- bis 13-jährigen Kinder, die sich, wie die neunjährigen Felix Graupner und Jonas Kaden aus Machern, für Technik interessieren, waren begeistert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.06.2013

Reinhard Rädler

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