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Ortsdurchfahrt Pönitz wird 2012 saniert - aber weiter Fragen zur Bahn

Ortsdurchfahrt Pönitz wird 2012 saniert - aber weiter Fragen zur Bahn

Der Ortsbeirat Pönitz kämpft weiter um eine Verbesserung der Straßensituation in Pönitz, um den Erhalt des Bahnhaltepunktes und regelmäßige Zugverbindungen auch tagsüber.

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Hoffnung in Sicht: Im diesjährigen Haushalt des Kreises steht die Sanierung der Ortsdurchfahrt Pönitz als Verpflichtungsermächtigung für das nächste Jahr drin.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. Zumindest bei der Ortsdurchfahrt zeichnet sich eine Verbesserung ab: Im nächsten Jahr will der Kreis die Straße sanieren.

Kreissprecher Rayk Bergner stellte gestern hinter den grundhaften Ausbau der Ortsdurchfahrt noch einige Fragezeichen. Ja, die Sanierung sei im Haushaltspaket vorige Woche als so genannte Verpflichtungsermächtigung für 2012 beschlossen worden. Der Haushalt sei aber noch nicht von der Landesdirektion genehmig, stehe daher unter Vorbehalt. Geplant sei nur die Ortsdurchfahrt zu sanieren, „der Rest der Straße wird im Rahmen der normalen Unterhaltungsmaßnahmen gepflegt“, so Bergner.

Die Pönitzer kämpfen seit mehr als fünfzehn Jahren für die Sanierung ihrer maroden Ortsdurchfahrt mit den schlimmen oder fehlenden Gehwegen. Ebenso lange liegt eine zweckgebundene Spende von damals 100 000 Mark der Erdstofffirma Rösl bei der Stadt auf Eis. Sie hatte davon die Gehwege in der Ortsdurchfahrt herrichten wollen. Die Maßnahme kam nicht, das Geld blieb liegen. Die Zinsen seien jedoch ganz legal der Stadtkasse zugeflossen, hieß es im jüngsten Stadtrat.

Für den Erhalt des Bahnhaltepunktes und Zughalte auch tagsüber hat sich der Ortsbeirat jetzt in einem Schreiben an das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gewandt. Von dort war schon 2004 Hilfe gekommen, als Pönitz schon einmal abgehängt werden sollte. Dresden war allerdings nach Angaben des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) diesmal der Ausgangspunkt für die Misere. „Wenn uns der Freistaat nicht das Geld gekürzt hätte, wäre alles wie bislang geblieben“, so ZVNL-Geschäftsführer Andreas Glowienka. Wie berichtet, wird bis Inbetriebnahme des City-Tinnells deswegen auch die S-Bahn-Linie nach Leipzig-Grünau gestrichen.

Gerhardt Haupt aus Pönitz hält jedoch das Streichen der Halte in Pönitz für eine besondere Benachteiligung. Schließlich gebe es in den anderen Orten noch andere Nahverkehre, in Pönitz künftig nur den teureren Anrufbus, der auch nicht immer fahre und eventuell besetzt ist, wenn er mal gebraucht wird. Dabei führen mehrere Züge durch. Und ein Bahnvertreter habe ihm gesagt, ein Halt bei Bedarf stelle kein Problem dar. „Pönitz ist das vergessene Dorf“, schimpft Haupt über fehlendes Engagement der Behörden. Haupt bereitet gerade mit dem Kreis und dem ZVNL eine Infoveranstaltung für alle Pönitzer vor.

Auch Glowienka will kommen. „Wir haben ja nichts gegen Pönitz“, sagt er. Aber der Verband müsse wegen der Mittelkürzung sparen. In zweieinhalb Jahren gebe es den Bedarfshalt in Pönitz, schaute er voraus. Dann gebe es die bestellten spurtschnelleren Züge, die häufiger Halt machen könnten. Die Gleisbelegung rund um den Leipziger Hauptbahnhof sei ein komplexes System. Die ab Ende April durch Pönitz fahrenden Züge könnten nicht halten, weil ihr Zeitfenster für die Route so schmal bemessen sei, dass ein Extra-Halt schon nicht mehr ginge. „Die zwei bis drei Minuten dafür sind nicht mehr frei“, so Glowienka.

Jörg ter Vehn

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