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Ostertanz in der Kulturscheune

Ostertanz in der Kulturscheune

Taucha. Ostertanz – diese musikalische Veranstaltung will Tina Ullrich im Tauchaer Rittergutsschloss zu einer jährlich wiederkehrenden Institution machen.

. Die Premiere am Sonnabend stimmt die Veranstalter optimistisch. Ungefähr 150 Besucher haben sie gezählt. Auf der Bühne: Die Bands „Schlagerderby" und „PlanZwoo".

Vor dem Spaß steht die Arbeit. So müssen Technik, Musiker und Getränke organisiert werden. Sogar zwei Sicherheitskräfte wurden engagiert. „Wir wollen damit einerseits verhindern, dass Betrunkene oder Randalierer die Veranstaltung stören", sagt die Organisatorin Tina Ullrich. Zum anderen wolle man damit aber auch den Anwohnern die Gewissheit vermitteln, dass die Sicherheit gewährleistet ist. „Insbesondere kontrollieren die Sicherheitskräfte Rucksäcke auf mitgebrachte Bier- und Schnapsflaschen", erklärt Ullrich.

Bei ihnen ist kein Alkohol zu finden: Fritz Geruschkat (87) und seine Frau Dorothea (79). Sie halten sich in den Armen und lächeln. Tanzen, tanzen, tanzen – sie legen kaum eine Pause ein. Nach dem anstrengenden Umzug in die neue Tauchaer Wohnung und einem überstandenen schweren Unfall können die beiden Senioren nun endlich abends wieder gemeinsam losziehen. Grauer Anzug, Krawatte und das violette Abendkleid – die Freude über die neue Freiheit steht dem Paar ins Gesicht geschrieben. „Wunderbar", sagt Fritz Geruschkat und atmet tief durch. „Früher sind wir oft zum Ostertanz gegangen." Derzeit seien in Taucha die Gelegenheiten zum Tanzen ansonsten rar gesät.

„Wir freuen uns, mit der Veranstaltung auch älteren Menschen Freude schenken zu können", sagt Tina Ullrich. Obgleich es natürlich außergewöhnlich sei, dass derart rüstige Senioren kämen. „Wir wollen bewusst ein gemischtes Publikum ansprechen. Wir wollen keine Disko für jugendliche Draufgänger auf dem Schlosshof, vielmehr eine Tanzveranstaltung, die Generationen verbindet."

Punkt Mitternacht erklingt die letzte Note Musik. Die Fackeln auf dem Schlosshof erlöschen. Die Technik wird abgebaut. Die letzten Gäste müssen gehen – wegen des Lärmschutzes. Bereits gegen zehn Uhr wurde die Musik leiser gedreht. In der Vergangenheit hatten Anwohner sich über Lärm aus dem Rittergutsschloss beklagt und so eine Diskussion über die Möglichkeiten von Feierlichkeiten in der Schlossberg-Kulturscheune ausgelöst (LVZ berichtete).

Benjamin Böhme

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Von Redakteur Benjamin Böhme

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