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Taucha Parforcehornbläser verabschieden am Aussichtsturm das alte Jahr
Region Taucha Parforcehornbläser verabschieden am Aussichtsturm das alte Jahr
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17:26 02.01.2019
Die Jagd- und Parforcehorngruppe Taucha hatte zum 40. Mal am Silvesterabend zum Turmblasen zum Jahresausklang in Tauchas Stadtpark eingeladen. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Punkt 21 Uhr begrüßten hoch oben vom Turmbalkon Christian Faber und Frank Becker mit dem Stück „Sammeln der Jäger“ die am Fuß des Turmes dicht gedrängt stehenden geschätzt knapp 600 Zuhörer. Und während danach die zwei Bläser hinabstiegen, blies unten bereits Frank Apitz ins Horn und erhielt in diesem französischen „Duett-Stück“ etwas abseits im dunklen Park im Wechsel die klangvolle Bläserantwort von Jörg Frotscher. Nach diesem eindrucksvollen Auftakt leitete dann Vereinschef Apitz durch das weitere Programm, in dem sich wieder launige Anekdoten aus dem Jägerleben und Gedichte unter anderem von der Leipziger Mundart-Dichterin Lene Voigt mit den vorgetragenen Musikstücken abwechselten.

Stetig steigende Resonanz

Zum zweiten Mal hintereinander, so Apitz, hatten die Bläser dem Tauchaer Bürgermeister „erlaubt“, Silvester andernorts zu feiern, sodass die Grußworte aus dem Rathaus in diesem Jahr Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein sprach. Sie dankte nicht nur den Bläsern für das 40. Silvesterkonzert in dem Park, der dreimal so alt wie diese Tradition ist, sondern sie freute sich auch über die stetig steigende Resonanz bei den Konzerten, sodass der Platz für die Zuhörer immer enger wird. Stein bezeichnete es gleichfalls als Tradition, dass Taucha nicht nur ein starker Wirtschafts-, sondern auch ein beliebter Wohnstandort sei und unterstrich dies mit der Feststellung, dass man Anfang Dezember der nunmehr 16 000. Einwohner in der Stadt begrüßt habe. Verbunden mit einem Hinweis auf das Doppeljubiläum im nächsten Jahr, 850 Jahre Stadtrecht und 800 Jahre Rittergutsschloss, wünschte Stein allen Akteuren und Zuhörern einen guten Start ins neue Jahr, Gesundheit und Erfolg.

„Tante „Anne“ mit Hut

Während des gut einstündigen Open-Air-Programms ließen sich die Besucher auch vom gelegentlichen Nieselregen den Spaß am Konzert nicht vermiesen. Viele nutzten das kostenlose Angebot des Vereins, sich mit einem Glas Glühwein oder Punsch zu erwärmen, andere folgten der Aufforderung, bei dem einen oder anderen Liedchen mitzusingen, wobei es da noch einige Luft nach oben gibt, wie Apitz feststellte. Als öffentliche Ur-Aufführung brachten die zwölf Damen und Herren ganz ohne ihre Hörner, nur mit Gesang das spaßige Liedchen „Tante Anne“ zu Gehör. Mit dem von Heinz Stark, dem einstigen Spiritus Rector des Ensembles verfassten Stück, hatten sich die Bläser bisher nur intern vergnügt. Als „Tante Anne“, die den Herren der Schöpfung stets eine Nasenlänge voraus ist, umrundete mit Regenschirm und feschem Hut Heidrun Portitz während des Liedes das Ensemble.

Und noch eine Neuerung, die Apitz beim vorjährigen Auftritt schon angekündigt hatte, erlebte ihre Premiere. Gegen Ende ließen die Bläser in eindrucksvoller Weise aus Beethovens 9. die Ode an die Freude erklingen, sodass die musikalischen Götterfunken nur so sprühten. Der Auftritt der Bläser war zugleich eine klangvolle Einladung, im Mai 2020 der Gruppe auf dem Schloss Taucha die Daumen zu drücken. Denn dann ist die Parthestadt Gastgeber für die Deutsche Meisterschaft der Bläser, bei der die Tauchaer bisher in schöner Regelmäßigkeit erste Plätze in Serie abräumten.

Von Olaf Barth

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