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Pariser Attentate sind „Angriff auf die Menschlichkeit“

Opfergedenken in Taucha Pariser Attentate sind „Angriff auf die Menschlichkeit“

Fast 50 Menschen waren am Sonntag auf den Tauchaer Friedhof gekommen, um den Opfern von Kriegen und Gewalt zu gedenken. Sowohl Bürgermeister Tobias Meier (FDP) als auch der evangelische Pfarrer Christian Edelmann verbanden in ihren Reden dieses Gedenken auch mit den aktuellen Ereignissen in Paris.

Pfarrer Christian Gottfried Edelmann (Mitte) spricht Worte des Gedenkens und Erinnerns.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Fast 50 Menschen waren am Sonntag auf den Tauchaer Friedhof gekommen, um den Opfern von Kriegen und Gewalt zu gedenken. Sowohl Bürgermeister Tobias Meier (FDP) als auch der evangelische Pfarrer Christian Edelmann verbanden in ihren Reden dieses Gedenken auch mit den aktuellen Ereignissen in Paris.

Meier hat sich, sagte er, schon vor Tagen einige Worte für seine kurze Ansprache zum Volkstrauertag zurechtgelegt. Doch das Geschehen in Frankreich habe diese Vorbereitung verblassen lassen. „Leere, Traurigkeit und Ohnmacht“ habe sich stattdessen zunächst ausgebreitet. „Paris ist zwar einige hundert Kilometer entfernt, doch auch wir fühlen uns betroffen und sind in Gedanken bei unseren französischen Freunden in den Partnerstädten Chadrac und Espaly“, sagte Meier. Tags zuvor hatte er am Rathaus neben der bereits wegen des Todes von Helmut Schmidt auf Halbmast aufgezogenen Deutschland-Fahne auch die französische Staatsflagge auf Halbmast aufgezogen. „Wir gedenken heute auch der Opfer der Attentate. Aber gleichzeitig müssen wir uns in Deutschland, Sachsen und Taucha wach rütteln und uns immer wieder daran erinnern, wie wertvoll der Frieden ist und wie wichtig ein Leben in Freiheit sowie Toleranz, Gleichheit und Brüderlichkeit ist. Dieser Schatz ist eine Geisteshaltung, die kann man nicht wegbomben“, meinte Meier und appellierte nach diesem „Angriff auf die Menschlichkeit“ an die Menschlichkeit: „Wir müssen zusammenrücken in Europa, in der Welt und Extremisten jeglicher Couleur, all den Hetzern, Lügnern, Leugnern und Neidern gemeinsam entgegentreten. Wegen der Kriege in der Welt sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Auch nach Taucha kommen Menschen die Schutz suchen, den wir ihnen hier auch gewähren wollen“, bekannte sich Tauchas Stadtoberhaupt erneut zu dieser Aufgabe.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den Bläsern des Posaunenchores der Kirchgemeinde. Elftklässler aus dem Leistungskurs Geschichte des Geschwister-Scholl-Gymnasiums sprachen Worte des Gedenkens und Erinnerns, um so eine Botschaft des Friedens zu versenden. Pfarrer Christian Gottfried Edelmann stellte unter dem Eindruck der aktuellen Ereignisse die Frage, wie Menschen nur dazu kommen, so etwas Schreckliches zu tun. Die Menschen bräuchten ein neues Verhältnis zum Thema Verantwortung. Jeder sei dafür verantwortlich, was er tut oder unterlässt, sagte Edelmann. Christus habe niemanden Gewalt angetan oder mit Worten der Gewalt verletzt. Der Pfarrer lobte die vielen Tauchaer, die bisher bei der Hilfe für Flüchtlinge Solidarität üben und Mitmenschlichkeit zeigen.

Zum Abschluss des Gedenkens legten für die Stadtverwaltung Tobias Meier und Sachgebietsleiterin Elke Müller einen Kranz der Stadt Taucha am Gedenkstein für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft nieder. Auch Vertreter der Stadtratsfraktionen legten Blumen und Kränze ab und verneigten sich vor den Opfern. Mit einem Gebinde aus weißen Rosen, dem Symbol des Tauchaer Gymnasiums, beendete schließlich Lehrerin Uta Nerger in Vertretung der Schulleitung sowie Luise Eckardt vom Schülerrat die Kranzniederlegung.

Von Olaf Barth

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