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Taucha Parthepreis für Frauen vom Tauchaer Heimatverein
Region Taucha Parthepreis für Frauen vom Tauchaer Heimatverein
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11:30 31.05.2017
Der Heimatvereinsvorsitzende René Werner (2.v.r.) und Bürgermeister Tobias Meier gratulieren Karin Fregin (links) und Karin Döring zum Erhalt des Parthepreises, den die beiden engagierten Gründungsmitglieder überreicht bekommen hatten. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
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Taucha

Seit mehr als 20 Jahren bestimmt der Heimatverein Taucha die jüngere Geschichte der Stadt mit. Veranstaltungen wie Tauchscher, Osterfeuer, Kartoffelfest oder Weihnachtsmarkt leben vom Engagement der rührigen Mitglieder des Vereins. Am Sonntag kamen sie mit Vertretern befreundeter Vereine und Unterstützer in einer lockeren Runde im Bowlingdschungel zusammen, um das Gründungsjubiläum zu feiern.

Detlef Porzig, selbst Gründungsmitglied, schilderte die Geburtsstunde des Vereins, als er Ende 1996 den ersten Entwurf einer Satzung zusammenstellte, die dann am 23. Januar 1997 zur Gründungsversammlung von den 38 Anwesenden in den Räumen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums angenommen wurde. Erster Vorsitzender wurde damals Klaus Gillardon, bevor dann Helmut Köhler, Steffen Pilz und zuletzt René Werner die Vereinsführung übernahmen. Heute zählt der Verein etwa 70 Mitglieder. Mit dem „Entdeckerteam“ der Grundschule Am Park und der AG „Sagenhaftes Taucha“ der Regenbogenschule erleben jährlich mehr als 20 Kinder, betreut von Mitgliedern des Vereins, Heimatkunde und -geschichte hautnah.

„Der Heimatverein hat das kulturelle Leben Tauchas in vielfältiger Weise mitgestaltet und so das Bild unserer Stadt mitgeprägt“, sagte Bürgermeister Tobias Meier (FDP) in seiner Begrüßungsrede. Meier, der kurz nach der Vereinsgründung mit damals 19 Jahren selbst Mitglied geworden war, erhofft sich, dass durch die Außenwirkung des Vereins auch die Neu-Tauchaer mitgenommen werden und sich in dieser Gemeinschaft mit einbringen. Es sei mit ein Verdienst des Vereins gewesen, dass in den Jahren nach 1989 die Geschichte der Parthestadt aufbereitet und so für die Nachwelt bewahrt wurde. Nicht zuletzt deshalb sei der Heimatverein für die Ausgestaltung des Rahmenprogramms zum Doppeljubiläum 2020, dem 850. Jahrestag der Verleihung des Stadtrechtes und dem 800. Geburtstag des Rittergutsschlosses, ein maßgeblicher Partner. Auch der Landtagsabgeordnete Jörg Kiesewetter (CDU) bestätigte den Mitgliedern gelebte Bürgerschaft, mit der sie sich für ihre Stadt uneigennützig engagieren.

Die Jubiläumsfeier war für den Vereinsvorsitzenden René Werner zugleich seine letzte Veranstaltung als Gastronom, denn ab 1. Juni wird der Bowlingdschungel unter Leitung des Leipzigers Karsten Tran und seiner Ehefrau Nguyen Hai weitergeführt. Der Volkschor Taucha nutzte seinen Auftritt, um dem scheidenden Restaurantchef für die Gastfreundschaft zu danken, denn für die Proben konnte der Chor die Räumlichkeiten zu guten Konditionen nutzen. Werners Nachfolger sicherte unter Beifall zu, diese Tradition fortsetzen zu wollen. Seit Januar 2012 findet sich montags der Chor hier zu seinen Proben zusammen und hat in dieser Zeit 151 Lieder aller Genres und 40 Weihnachtslieder einstudiert. Das Lied von der „kleinen Kneipe in unserer Straße“ hatte Werner dabei am liebsten gehört – die Gesänge drangen durch die Belüftung auch in die Gaststätte. Das Lied durfte natürlich nicht im Programm fehlen. Hier erfuhren die Gäste auch, dass die bisherige Chorleiterin, Katrin Gerstner, den Dirigentenstab an ihre Nachfolgerin, Meta-Elisabeth Kuritz, weitergeben wird.

Höhepunkt der Feierstunde war die Verleihung des 20. Parthepreises. Die kleine Skulptur ist auch das Erkennungszeichen des Vereins. In Anlehnung an den Parthebrunnen am Rudolf-Winkler-Platz ist eine knieende Frau dargestellt, die Wasser aus einer Schale gießt, was das Fließen der Parthe symbolisieren soll. Meier und Werner überreichten die letzte von 20 dieser Figuren gemeinschaftlich an Karin Fregin und Karin Döring. Beide sind Gründungsmitglieder des Vereins und zählen seitdem zu den aktiven Stützen. Die „Parthe“ wird neben einer Erläuterungstafel zukünftig im Haus der Bibliothek und des Städtischen Museums zu sehen sein.

Von Reinhard Rädler

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