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Taucha Parthepreis zum 125. Firmenjubiläum
Region Taucha Parthepreis zum 125. Firmenjubiläum
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21:00 07.07.2010
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Taucha/Panitzsch

Die Schlange der Gratulanten vor Hoffmanns Backstube in Panitzsch war lang: Die Feuerwehr war da, langjährige Lieferanten kamen ins Haus, der Kindergarten schaute vorbei und Freunde des Hauses gaben sich ein Stelldichein. Ein solcher ist auch der Heimatverein Taucha. „Wann immer wir Hilfe benötigten zum Tauchschen oder für andere Feste, Gerald Hofmann war zur Stelle“, erzählte Pilz. Im Vereinsvorstand sei daher einstimmig der Beschluss gefallen, dem Bäckermeister, der auch in Taucha ein Geschäft unterhält, den nunmehr 14. Parthepreis zu verleihen.

Er folgt damit als Preisträger dem Chef der Tauchaer Immobilienverwaltung, Achim Teichmann, und so illustren Namen wie Verleger Dieter Nadolski oder Bürgermeister Holger Schirmbeck. Der Preis sei limitiert, erzählte Pilz. Es werde nur 20 davon geben. Jede der Bronzefiguren von knapp sieben Kilogramm Gewicht sei von Bildhauer Jochen Zieger hergestellt. Die Figur zeigt die schöne Parthe, wie sie auch am Brunnen auf dem Rudolf-Winkelmann-Platz zu sehen ist.

Sein Ururgroßvater Richard Otto Hofmann habe den Betrieb vor 125 Jahren gegründet, erzählte der Jubilar. Er führe die Bäckerei in nunmehr fünfter Generation seit dem 1. Januar 1990. Kaiserzeit, Weimarer Zeit, Nazizeit, SED-Herrschaft und dann die Wende – der Betrieb habe viel erlebt. Ein besonderes Rezept hätten ihm die Vorväter nicht mit auf den Weg gegeben.Nur, dass er die handwerkliche Qualität hochhalten solle.

Seine Spezialität seien die so genannten DDR-Brötchen, sagt er. Speziell hergestelltes Mehl aus der Mühle Alsleben ohne Zusatzstoffe oder Backmittel werde dafür verwendet. Außerdem backe er noch auf Stein, verrät er einen Teil seines Geheimnisses. „Aber eine geheime Zutat oder soetwas gibt es dafür nicht.“ Trotzdem: Ein anheimelnder Duft nach frischem Mehl und Brötchen umgibt ihn und seine Familie.

Die sechste Generation stehe schon bereit zur Nachfolge, erzählte der 53-Jährige. Tochter Antonia habe erst Biologe studiert, sei dann Betriebswirt des Handwerks geworden und mache gerade ihren Meister, erläuterte der Vater stolz.

Aufgestanden werde seit Jahrzehnten in der Frühe, oder besser gesagt mitten in der Nacht. An einigen Tagen sei es schon ein Uhr, an anderen aber auch erst zwei oder halb drei, so Hofmann. Sonnabends gehe es zeitig los, „da backen wir rund zehntausend Brötchen.“ 17 Beschäftigte hat Hofmann. „Sieben Gesellen und ich arbeiten in der Backstube“, erklärte er. Zwei der Gesellen hätten auch schon einen Meistertitel.

125 Jahre Bäckerei Hofmann – „das Überleben heute ist schwieriger geworden“, beurteilt er die Lage des Handwerks. Die Lebensmittelhändler versuchten mit Backöfen in den Geschäften, den Bäckern immer mehr Umsätze abzunehmen. Hofmann: „Brötchen-Rohlinge aus der Ukraine oder sogar China werden in einigen Läden dafür aufgebacken.“ Das gehe letztlich nur mit chemischen Hilfsmitteln.

Jörg ter Vehn

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