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Taucha Paunsdorfer stellt im Tauchaer Rathaus aus
Region Taucha Paunsdorfer stellt im Tauchaer Rathaus aus
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08:00 13.02.2018
Der Hobby-Maler Gerd Richter aus Leipzig-Paunsdorf stellt im Tauchaer Rathaus aus, unter anderem sein Bild „Dame mit Regenschirm“. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Seit seiner Kindheit malt Gerd Richter leidenschaftlich gern. Doch erst mit Eintritt in den Ruhestand hat sich der Paunsdorfer seiner Passion mit so viel Intensität widmen können, dass er nun ein beachtliches Werk von nicht minder beachtlichen Bildern vorzeigen kann. Knapp 20 dieser teils farbenfrohen, teils an das Schaffen großer Maler erinnernden Ölbilder sind nun im Treppenhaus und in den Gängen des Tauchaer Rathauses zu sehen. Dort gibt es immer wieder wechselnde Ausstellungen, die meist von talentierten Amateuren aus der Region gestaltet werden.

Achte Klasse reicht nicht für Studium

„Ich bin ein Autodidakt, habe kein Studium absolviert und keinen Kurs besucht. Mein Vater hatte aber einen Kunstmaler als Freund, bei dem hatte ich mir als Kind einiges abgeschaut“, erklärt Richter. Er habe Maler werden wollen, wurde aber zum Kunststudium nicht zugelassen, da er nur einen Abschluss der 8. Klasse vorweisen konnte. Also habe er sich dann für eine Berufsausbildung entschieden und wurde so Polsterer und Dekorateur. Weil es nach und nach immer weniger Arbeit für Polsterer gab, hatte er zum Schluss bis zum Eintritt in den Ruhestand auch als Bodenleger gearbeitet. Vor sechs Jahren entdeckte der nun 74-Jährige seine Leidenschaft für das Malen neu. „In den Wintermonaten habe ich dann wieder intensiv gemalt, immer Öl auf Leinwand. Auf bestimmte Motive bin ich nicht festgelegt, ich male alles“, sagt der Hobbymaler. Einer seiner Vorbilder und Lieblingsmaler sei Carl Spitzweg.

Inspiration bei Spaziergängen

Beobachtungen und Anregungen holt sich Richter in der Natur und bei Spaziergängen durch die Stadt. Auch von Werken großer Maler lasse er sich inspirieren. Die Ideen sammelt er in der warmen Jahreszeit, in der er kaum malt. „Dann verbringe ich mit meiner Frau die meiste Zeit in unserem Garten in Lindenthal. Da wohnen wir dann dort“, erzählt der Kunstfreund.

Richters Bilder können auch erworben werden, Ansprechpartner sind die Mitarbeiter im Bürgerbüro oder Nico Graubmann, der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit. Es selbst hat sich auch schon eines gesichert, und an manch anderen klebt bereits ein Zettel mit dem Hinwies „Verkauft“. Richters Bilder treffen offenbar den Nerv der Betrachter. „Hättest du nur mal früher schon weiter gemalt, dann hätten wir heute eine große Villa. Aber es sollte nicht sein“, sagt seine Frau Maritta gespielt vorwurfsvoll und lächelt.

Von Olaf Barth

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