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Taucha Pegida auch Thema bei CDU-Empfang
Region Taucha Pegida auch Thema bei CDU-Empfang
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13:58 19.05.2015
Empfang: Bernd Merbitz, Marian Wendt, Antje Brumm, Jens Bruse und Jörg Kiesewetter (von links). Quelle: Olaf Barth

Mehrere Hundertschaften aus dem ganzen Bundesgebiet würden die angemeldeten Veranstaltungen absichern. "Wir werden unseren Mann und unsere Frau stehen. Ich erwarte aber auch, dass Politiker Tag und Nacht auf der Straße sind und das Gespräch mit den Menschen suchen, um herauszufinden, was die Demonstranten auf die Straße treibt, was sie wollen, was sie für Probleme haben." Merbitz war aus aktuellem Anlass in der vom Tauchaer CDU-Vorsitzenden Jens Bruske moderierten Fragerunde angesprochen worden. Dabei verurteilte Merbitz auch den jüngsten Angriff von Linksextremisten auf die Polizei und andere Einrichtungen.

Der Einladung des CDU-Stadtverbandes waren wieder zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie von Vereinen, Kirchen und Bildungseinrichtungen gefolgt. Die im Sommer aus ihren Ämtern scheidenden Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) und Landrat Michael Czupalla (CDU) sowie Sachsens CDU-Fraktionschef Frank Kupfer haben mit "großem Bedauern" wegen anderer Termine nicht kommen können, erklärte Bruske. Gleichwohl standen ihm mit dem Bundestagsabgeordneten Marian Wendt, dem Landtagsabgeordneten Jörg Kiesewetter und Tauchas Bürgermeister-Kandidatin Antje Brumm (alle CDU) weitere Gesprächspartner zur Seite.

Wendt warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft, wenn jetzt die Pegida- und Legida-Demonstrationen verstärkt zu Gegendemonstrationen führen: "Man muss mit den Menschen reden, die Angst haben vor dem Verlust ihrer Kultur und Identität, die unzufrieden sind mit Politik und Medien. Man darf aber nicht in gute und in schlechte Ängste unterteilen." Bezüglich der Asylproblematik meinte er, dass jeder willkommen sei, der die Grundsätze Freiheit, Recht und Einigkeit anerkenne. Auf Bruskes Frage, woher bei einem Ausländeranteil von rund zwei Prozent in Sachsen die Angst vor Überfremdung herkomme, meinte Wendt: "Ein Grund dafür ist hier sicher die fehlende Identität. Wenn ich mir meiner Werte sicher und mit Stolz bewusst bin, was wir hier erreicht haben, dann habe ich auch keine Angst vor Überfremdung. Die Politik muss aber auch sagen, wer hierher kommt, aber unsere Maßstäbe und Werte nicht annehmen will, muss auch nicht hier bleiben." Im Anschluss berichtete Kiesewetter aus seinem Abgeordneten-Alltag in Dresden. Und Brumm erläuterte wie bereits vorigen Montag, als sie von der CDU zur Kandidatin gewählt wurde (die LVZ berichtete), ihr Programm als mögliche Bürgermeisterin von Taucha.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.01.2015
Olaf Barth

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